Arturia MiniLab 37 Test: Endlich die Größe, die viele Producer wollten

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MiniLab 37

Mit dem MiniLab 37 schließt Arturia eine Lücke, die jahrelang existierte. Das klassische MiniLab 3 war vielen Musikproduzenten zu klein, während ein 49-Tasten-Controller oft zu viel Platz auf dem Schreibtisch beansprucht.

Genau hier setzt das MiniLab 37 an: Drei Oktaven, kompakte Maße, moderne DAW-Steuerung und ein Software-Paket, das den Kaufpreis fast schon rechtfertigt.

Nach mehreren Wochen Praxiseinsatz zeigt sich schnell: Das MiniLab 37 ist nicht einfach nur ein MiniLab 3 mit mehr Tasten. Es ist das Modell, das eigentlich von Anfang an hätte erscheinen sollen.

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Arturia MiniLab 37 auf einen Blick

Preis: ca. 149 Euro

Tastatur: 37 anschlagdynamische Slim Keys

Pads: 8 RGB-Pads mit Velocity und Aftertouch

Regler: 9 Encoder, 4 Fader

Display: OLED

Anschlüsse:

  • USB-C
  • MIDI Out (5-Pol)
  • Pedaleingang

Software:

  • Analog Lab Intro
  • Ableton Live Lite
  • Native Instruments Komplete Select 15

Design und Verarbeitung

Das MiniLab 37 trifft genau den Sweet Spot zwischen Mobilität und Spielkomfort – mehr Platz als ein 25-Tasten-Keyboard, ohne die Größe eines 49ers.

Schon beim Auspacken fällt auf, dass Arturia die Gehäuseform deutlich verbessert hat.

Das MiniLab 37 wirkt moderner und hochwertiger als das MiniLab 3. Die seitlichen Holzoptik-Elemente sorgen für einen Hauch von Synthesizer-Flair und heben das Gerät angenehm von der Masse günstiger MIDI-Controller ab.

Trotz der zusätzlichen Tasten bleibt das Keyboard erstaunlich kompakt.

Für mobile Produzenten ist das ein entscheidender Vorteil: Das Gerät passt problemlos in einen Rucksack und nimmt auf dem Schreibtisch deutlich weniger Platz ein als ein 49-Tasten-Controller.

Die 37 Tasten machen einen größeren Unterschied als erwartet

Der wichtigste Grund für den Kauf ist natürlich die Tastatur.

Viele Hersteller unterschätzen den Unterschied zwischen 25 und 37 Tasten.

Auf dem Papier kommen lediglich 12 zusätzliche Tasten hinzu. In der Praxis verändert sich das Spielgefühl jedoch massiv.

Mit 37 Tasten lassen sich:

  • Akkorde und Bass gleichzeitig spielen
  • Zweihändige Parts einfacher umsetzen
  • Melodien ohne ständiges Oktavwechseln einspielen
  • Sounddesign komfortabler gestalten

Gerade Produzenten von House, Techno, Hip-Hop oder Filmmusik profitieren enorm davon.

Die Tastatur spielt sich angenehm leicht und präzise. Für schnelle Synth-Lines ist sie hervorragend geeignet.

Der größte Kritikpunkt: Kein Aftertouch

Hier spart Arturia leider.

Während Geräte wie das KeyStep 37 Aftertouch bieten, muss man beim MiniLab 37 darauf verzichten.

Für Einsteiger ist das kein Drama.

Fortgeschrittene Synth-Spieler werden die zusätzliche Ausdrucksmöglichkeit jedoch vermissen.

Pads, Regler und Workflow

Die acht RGB-Pads gehören zu den besten ihrer Preisklasse.

Sie reagieren zuverlässig auf Anschlagstärke und unterstützen sogar Poly-Aftertouch.

Drums, Samples oder Clip-Launching funktionieren dadurch deutlich besser als bei vielen Konkurrenzmodellen.

Die Encoder und Fader sind sauber verarbeitet und bieten ausreichend Widerstand.

Besonders positiv:

Anders als viele Billig-Controller fühlt sich hier nichts wackelig oder spielzeughaft an.

DAW-Integration: Ein echter Pluspunkt

Ein Bereich, in dem Arturia seit Jahren überzeugt, ist die Software-Integration.

Das MiniLab 37 funktioniert hervorragend mit:

  • Ableton Live
  • Logic Pro
  • Cubase
  • FL Studio
  • Studio One
  • Bitwig Studio

Besonders stark fällt die Integration in Ableton Live aus.

Tracks auswählen, Clips starten, Makros steuern oder aufnehmen – vieles funktioniert direkt nach dem Anschließen.

Für Laptop-Produzenten bedeutet das:

Weniger Konfiguration, mehr Musik machen.

Analog Lab macht das MiniLab 37 besonders attraktiv

Der eigentliche Star des Pakets ist nicht das Keyboard.

Es ist Analog Lab.

Viele Käufer unterschätzen den Wert dieser Software.

Schon die Intro-Version liefert Hunderte sofort nutzbare Sounds:

  • Analoge Synthesizer
  • Pianos
  • E-Pianos
  • Pads
  • Leads
  • Bässe
  • Orchesterklänge

Gerade Anfänger erhalten dadurch ein komplettes Produktions-Setup ohne zusätzliche Investitionen.

In Kombination mit den Hardware-Reglern entsteht ein Workflow, der deutlich teurere Systeme erinnert.


Arturia MiniLab 37 vs MiniLab 3

MerkmalMiniLab 37MiniLab 3
Tasten3725
SpielkomfortSehr gutEingeschränkt
MobilitätSehr gutExzellent
PreisEtwas höherGünstiger
WorkflowDeutlich besserGut

Die meisten Produzenten sollten direkt zum MiniLab 37 greifen.

Der geringe Aufpreis wird durch die deutlich bessere Spielbarkeit mehr als kompensiert.

Arturia MiniLab 37 vs KeyLab Essential 49 MK3

Wer mehr Platz besitzt, sollte auch das KeyLab Essential 49 betrachten.

Vorteile des KeyLab:

  • Normale Tasten
  • Mehr Bedienelemente
  • Größerer Spielbereich

Vorteile des MiniLab 37:

  • Kompakter
  • Leichter
  • Mobiler
  • Günstiger

Für das Home-Studio gewinnt das KeyLab.

Für Laptop-Produzenten gewinnt das MiniLab 37.

Für wen eignet sich das Arturia MiniLab 37?

Das Keyboard ist ideal für:

✅ Einsteiger in die Musikproduktion

✅ Ableton-User

✅ Mobile Produzenten

✅ Elektronische Musik

✅ Home-Studio-Setups mit wenig Platz

Weniger geeignet für:

❌ Pianisten

❌ Sounddesigner mit Aftertouch-Fokus

❌ Professionelle Keyboarder

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Perfekte Balance aus Größe und Mobilität
  • Deutlich angenehmer als 25-Tasten-Keyboards
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gute DAW-Integration
  • Starke Software-Beigaben
  • Gute Pads
  • OLED-Display

Nachteile

  • Kein Aftertouch auf der Tastatur
  • Nur vier Fader
  • Keine Split-Funktion
  • Für Pianisten zu kleine Tasten

Fazit: Ein sehr schönes kompaktes MIDI-Keyboard

Das Arturia MiniLab 37 trifft einen Sweet Spot, den viele Hersteller bisher ignoriert haben.

25 Tasten sind oft zu wenig.

49 Tasten sind häufig zu groß.

37 Tasten erweisen sich im Alltag als überraschend perfekte Mitte.

Dazu kommen eine hervorragende Software-Ausstattung, eine starke DAW-Integration und eine Verarbeitung, die man in dieser Preisklasse selten findet.

Wer 2026 ein kompaktes MIDI-Keyboard unter 150 Euro sucht, bekommt mit dem Arturia MiniLab 37 eines der überzeugendsten Gesamtpakete am Markt.

Empfehlung: Für die meisten Produzenten die bessere Wahl als das MiniLab 3 und aktuell einer der stärksten MIDI-Controller seiner Preisklasse.

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