Du hast nun einen PC, der für das Recording und Mixing geeignet ist. Wahrscheinlich wird der PC auch eine Soundkarte besitzen oder zumindest eine On-Board-Lösung. On-Board bedeutet, dass sich der Soundchip auf der Hauptplatine (Motherboard) befindet. Für das Produzieren und Abmischen reicht aber selbst eine zum PC mitgelieferte Soundkarte nicht aus. Daher benötigst du als Nächstes ein Audio-Interface. Dieses findest du nicht bei Media Markt und Co, sondern im Musikfachhandel.
Wer Instrumente oder Gesang aufnehmen und dabei eine saubere Klangqualität, geringe Latenz und stabile Treiber benötigt, kommt an einem Audio-Interface nicht vorbei. Es bildet die zentrale Schnittstelle zwischen Mikrofon, Instrumenten, Lautsprechern und dem Computer und ist damit eines der wichtigsten Geräte im Homestudio.
Warum reicht die Soundkarte nicht aus? Für das Produzieren und Abmischen wird aus den folgenden drei Gründen ein Audiointerface benötigt:
- Oftmals ist die Klangqualität bei den vorhandenen Soundkarten bescheiden.
- Es werden stabile Treiber benötigt.
- Die Geschwindigkeit, mit der Sound ein- und ausgegeben werden kann, ist bei Soundkarten zu langsam. Hierfür wird der Begriff Latenz verwendet.
Was bedeutet Latenz? Die Latenz ist die Zeit zwischen einem Ereignis und der darauf folgenden Reaktion; also die Verzögerungszeit. Warum sollte die Verzögerungszeit möglichst gering im Tonstudio oder Homestudio sein? Dazu ein Beispiel:
Du öffnest ein virtuelles Instrument und möchtest diesem mit deinem Keyboard einen Klang entlocken. Wenn du nun eine Taste auf deinem Keyboard drückst, wäre es fatal, wenn du den Klang erst 5 Sekunden später hören würdest (= hohe Latenz). Das würde das virtuelle Instrument unspielbar machen. Damit der Ton möglichst ohne merkbare Verzögerung nach dem Drücken einer Taste zu hören ist, benötigst du eine hohe Geschwindigkeit, mit der ein- und ausgegeben werden kann (= geringe Latenz). Übrigens nehmen wir keine Verzögerung wahr, wenn die Verzögerung maximal 2 ms beträgt.
Kleiner Tipp:
Bei nahezu allen Audio-Interfaces lässt sich die Latenz über die sogenannte Buffer Size (Puffergröße) einstellen. Die Latenz beschreibt die Verzögerung zwischen dem gespielten Ton und dem Zeitpunkt, an dem dieser aus den Lautsprechern oder Kopfhörern zu hören ist.
Eine niedrige Latenz erfordert mehr CPU-Leistung, da der Prozessor Audiosignale in kürzerer Zeit verarbeiten muss. Beim Einspielen von Instrumenten oder beim Recording von Gesang ist eine geringe Latenz daher unverzichtbar, um ein direktes und natürliches Spielgefühl zu erhalten.
Beim Abmischen (Mixing) hingegen ist eine hohe Latenz meist unproblematisch. In dieser Phase kann die Puffergröße des Audio-Interfaces erhöht werden. Das entlastet die CPU und stellt mehr Rechenleistung für viele Audiospuren, Plug-ins und Effekte zur Verfügung.
Kurz gesagt:
Recording & Live-Spiel: niedrige Latenz / kleine Buffer Size
Mixing & Mastering: höhere Latenz / größere Buffer Size
Grundsätzlich lassen sich Audiointerfaces in zwei Bauformen unterscheiden: externe und interne Audiointerfaces:
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Externes Audiointerface (empfohlen für die meisten Anwender):
Ein externes Audiointerface besitzt ein eigenes Gehäuse und wird per Kabel mit dem Computer verbunden. Diese Bauform ist besonders flexibel und sowohl für Desktop-PCs als auch für Laptops geeignet. Dadurch sind externe Audiointerfaces ideal für Homestudios, mobiles Recording und Live-Einsätze.Als Anschluss kommen heute vor allem USB (USB-C / USB-A) und Thunderbolt zum Einsatz. Ältere Standards wie FireWire spielen heutzutage kaum noch eine Rolle und werden nur noch von wenigen Spezialgeräten unterstützt.
- Internes Audiointerface (nur für Desktop-PCs):
Ein internes Audiointerface wird als Steckkarte direkt auf der Hauptplatine (Motherboard) eines Desktop-PCs installiert. Diese Karten sind in der Regel als PCIe-Audiointerface (PCI-Express) ausgeführt. Ältere PCI-Varianten sind kaum noch relevant.
Interne Audiointerfaces können ausschließlich in stationären Rechnern verwendet werden. Voraussetzung ist ein freier PCIe-Steckplatz auf dem Mainboard. Aufgrund der geringeren Flexibilität und des eingeschränkten Angebots werden interne Lösungen heute deutlich seltener eingesetzt.
Da interne Lösung im Prinzip keine großen Vorteile gegenüber den externen Lösungen bieten, ist ein externes Audio-Interface zu empfehlen. Entscheidest du dich für ein externes Audio-Interface, stellt sich die Frage, welcher Verbindungstyp gewählt werden sollte? USB? FireWire? Thunderbolt?
Audiointerface-Schnittstellen: USB, FireWire und Thunderbolt
Beim Kauf eines Audiointerfaces spielt die verwendete Schnittstelle eine entscheidende Rolle. Sie beeinflusst Kompatibilität, Latenz und Stabilität. Grundsätzlich haben sich drei Anschlussarten etabliert, wobei nicht alle noch zeitgemäß sind.
USB – der Standard für Audiointerfaces
USB ist die am weitesten verbreitete Schnittstelle für Audiointerfaces. Jeder Windows-PC und jeder Mac verfügt über USB-Anschlüsse – entweder als USB-A oder USB-C. Dadurch ist USB besonders kompatibel und unkompliziert.
Viele Audiointerfaces arbeiten intern mit USB 2.0, was für Audioanwendungen völlig ausreichend ist. Selbst bei mehreren Ein- und Ausgängen, niedrigen Latenzen sowie stabiler Signalübertragung stößt USB 2.0 nicht an seine Grenzen. Schnellere USB-Standards bringen für Audiointerfaces in der Praxis kaum Vorteile.
Kurz gesagt:
Ein USB-Audiointerface ist für Einsteiger und Fortgeschrittene uneingeschränkt zu empfehlen.
FireWire – kaum noch relevant
FireWire (IEEE 1394) war früher im professionellen Audiobereich verbreitet und galt als besonders zuverlässig. FireWire 400 ist in etwa mit USB 2.0 vergleichbar, FireWire 800 etwas schneller.
Mittlerweile wird FireWire jedoch kaum noch unterstützt. Moderne Computer besitzen in der Regel keinen FireWire-Anschluss mehr, die Treiberunterstützung ist eingeschränkt und neue Audiointerfaces mit FireWire erscheinen nur noch selten.
Kurz gesagt:
FireWire-Audiointerfaces gelten als veraltet und sind nur noch für ältere Studio-Setups sinnvoll.
Thunderbolt – hohe Leistung für anspruchsvolle Setups
Thunderbolt bietet eine sehr hohe Datenübertragungsrate und wird vor allem bei hochwertigen Audiointerfaces eingesetzt. Die Schnittstelle nutzt den USB-C-Stecker und ermöglicht extrem niedrige Latenzen sowie den Betrieb vieler Kanäle gleichzeitig.
Thunderbolt-Audiointerfaces richten sich hauptsächlich an professionelle Anwender, die maximale Performance und komplexe Routing-Möglichkeiten benötigen. Für klassische Homestudios ist diese Leistung oft nicht zwingend erforderlich.
Kurz gesagt:
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USB (USB-A / USB-C): Standard, kompatibel, vollkommen ausreichend
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FireWire: technisch überholt
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Thunderbolt: sehr leistungsfähig, vor allem für Profis interessant
Eingänge und Ausgänge am Audio-Interface
Ein Audiointerface bietet meist eine Vielzahl an Ein- und Ausgängen, an denen Mikrofone, Instrumente oder Lautsprecher angeschlossen werden können. Für das reine Abmischen „in the Box“ benötigst du in den meisten Fällen nur:
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2 Ausgänge für deine Stereolautsprecher
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1 Kopfhörerausgang
Viele Interfaces sind teurer, weil sie mehr Ein- und Ausgänge bieten. Ob du zusätzliche Anschlüsse brauchst, hängt von deinem Setup und deinen Aufnahmeplänen ab:
Mikrofon aufnehmen
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Ein Mikrofoneingang reicht für Einzelaufnahmen.
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Für mehrere Personen oder eine komplette Band werden mehrere Eingänge benötigt.
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Kondensatormikrofone benötigen außerdem die 48-V-Phantomspeisung, die das Interface liefern muss.
Gitarre oder Bass anschließen
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Für E-Gitarre oder E-Bass benötigst du einen hochohmigen Eingang, oft als Hi-Z bezeichnet.
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So bleibt der natürliche Klang deines Instruments erhalten.
Synthesizer und Line-Level-Geräte
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Synthesizer oder andere Geräte mit Line-Pegel benötigen ebenfalls Eingänge.
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Für Stereo-Signale sollten zwei Eingänge genutzt werden.
MIDI-Controller und Keyboards
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Viele moderne Keyboards übertragen MIDI-Daten direkt über USB.
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Ein traditioneller MIDI-Eingang ist daher oft nicht mehr zwingend notwendig.
Mehrere Lautsprecher oder externe Hardware
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Für mehr als ein Paar Studiomonitore oder das Einbinden von externem Equipment wie Effektgeräten oder Outboard-Hardware werden zusätzliche Ausgänge benötigt.
Abgesehen von der Anzahl der Anschlüsse ist bei teureren Audiointerfaces eine bessere Übertragungsqualität zu erwarten.
Kurz gesagt:
Die Anzahl der Ein- und Ausgänge am Audiointerface sollte immer an die eigenen Aufnahme- und Produktionsanforderungen angepasst werden.
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Einsteiger oder Homestudio-Nutzer, die nur Gesang aufnehmen, Gitarre einspielen und abmischen möchten, kommen meist mit 1–2 Mikrofoneingängen, 2 Line-Ausgängen für die Studiomonitore und einem Kopfhörerausgang gut zurecht.
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Bands, Mehrspur-Aufnahmen oder komplexe Setups benötigen dagegen zusätzliche Mikrofoneingänge, Hi-Z-Eingänge für Instrumente, Line-Eingänge für Synthesizer sowie gegebenenfalls mehr Ausgänge für mehrere Lautsprecher oder externe Hardware.
So wird sichergestellt, dass dein Audiointerface alle Signale sauber verarbeitet und gleichzeitig genug Flexibilität für zukünftige Projekte bietet.

Sollte man im Tonstudio wissen: Bei der Signalübertragung wird zwischen symmetrisch und unsymmetrisch unterschieden. Besser sind symmetrische Ausgänge, da die Übertragung auch über größere Distanzen weitestgehend störungsfrei bleibt. Der Gegenpart muss aber dann auch symmetrisch sein. Bei der Klinke ist dies der Fall, wenn zwei Rillen an dieser zu sehen sind. XLR zu XLR ist grundsätzlich symmetrisch. Cinch-Kabel und Gitarrenkabel sind jedoch unsymmetrisch.
Stand-Alone Audiointerfaces – unabhängig vom Computer
Einige Audiointerfaces können Stand-Alone betrieben werden, also ganz ohne PC oder Laptop. In diesem Modus fungiert das Interface nicht nur als Signalwandler, sondern übernimmt auch Mixer-Funktionen.
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Einspeisen von Audiosignalen: Verschiedene Quellen wie Mikrofone, Instrumente oder Line-Geräte können direkt angeschlossen werden.
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Lautstärkeanpassung und Summierung: Die einzelnen Signale lassen sich im Mixer individuell in der Lautstärke regeln und als Stereosignal zusammenführen.
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Direkte Wiedergabe: Das gemischte Signal kann anschließend direkt über Lautsprecher oder Kopfhörer wiedergegeben werden – ganz ohne Computer.
Vorteile eines Stand-Alone Audiointerfaces:
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Flexibles Arbeiten ohne PC
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Ideal für Live-Auftritte, Mobile Recording oder schnelle Studio-Sessions
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Mixer-Funktionen direkt am Interface verfügbar
Stand-Alone Audiointerfaces sind besonders interessant für Musiker, Produzenten und Toningenieure, die unabhängig vom Computer arbeiten möchten, aber trotzdem professionelles Routing und Monitoring benötigen.
Metering – den Aufnahmepegel richtig überwachen
Beim Aufnehmen von Instrumenten, Gesang oder Rap ist es entscheidend, den Aufnahmepegel im Blick zu behalten. Wird ein Signal zu laut, beginnt die Aufnahme zu zerren, und der Sound klingt verzerrt und unangenehm. Um dies zu vermeiden, muss der Pegel rechtzeitig heruntergeregelt werden.
Optische Pegelkontrolle in der DAW
In der DAW (Digital Audio Workstation) kannst du den Pegel direkt verfolgen. Die meisten Software-Mixer verfügen über Lichtanzeigen:
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Grün: Pegel in Ordnung
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Gelb: Grenzwertig, Vorsicht
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Rot: Signal zerrt – Pegel sofort senken
Pegelkontrolle direkt am Audio-Interface
Viele Audiointerfaces zeigen den Pegel auch direkt am Gerät an. Ein Lämpchen oder LED-Meter signalisiert, ob das Signal zu laut wird:
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Grün: Pegel okay
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Gelb: fast zu laut
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Rot: Signal zerrt
Noch professioneller sind Interfaces mit mehrstufigen LED-Metern, die den Pegel in feinen Abstufungen anzeigen. So siehst du sofort, wie viel „Puffer“ noch vorhanden ist, bevor die Aufnahme beginnt zu übersteuern.
Tipp: Ein gutes Metering hilft nicht nur, Übersteuerungen zu vermeiden, sondern sorgt auch dafür, dass Aufnahmen von Anfang an sauber, dynamisch und professionell klingen – sowohl für Gesang, Rap als auch für Instrumente.
Monitor Controller – Lautstärke und Monitoring im Griff
Ein Monitor Controller ist das zentrale Werkzeug, um die Lautstärke deiner Studiomonitore präzise zu steuern. Er wird entweder separat gekauft oder ist direkt in vielen externen Audiointerfaces integriert – besonders praktisch bei Geräten, die auf dem Studiotisch stehen.
Funktionen eines guten Monitor Controllers
Neben dem Hauptlautstärkeregler bieten moderne Monitor-Sektionen oft nützliche Zusatzfunktionen:
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Mono: Schaltet den Sound von Stereo auf Mono um, um Phasenprobleme oder Ungleichgewichte zu erkennen.
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Mute: Stummschaltet die Wiedergabe der Monitore auf Knopfdruck.
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DIM: Reduziert die Lautstärke der Monitore temporär auf ein voreingestelltes Level – ideal, um Pegel zu prüfen, ohne alles neu einstellen zu müssen.
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ALT / Monitor Switching: Umschaltung auf ein zweites Lautsprecherpaar, um Mixe auf unterschiedlichen Monitoren zu kontrollieren.
Vorteile eines integrierten Monitor Controllers
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Schnelle Pegelkontrolle direkt am Audiointerface
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Flexibles Monitoring für präzises Mischen
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Optimale Mixentscheidungen dank einfacher Umschaltmöglichkeiten zwischen Mono, Mute oder verschiedenen Lautsprecherpaaren
Ein integrierter Monitor Controller macht das Mixing komfortabler und sorgt dafür, dass der Sound immer unter Kontrolle bleibt – ohne zusätzliche Geräte oder umständliche Verkabelungen.
Auflösung und Sample-Rate (Abtastrate)
Das Audio-Interface sollte eine Samplingtiefe, auch Bittiefe genannt, von 24 Bit können. Glücklicherweise können das heutzutage nahezu alle Audio-Interfaces. Außerdem sollte ein Audio-Interface eine Sample-Rate von mindestens 44,1 kHz können. Zum Glück können das auch selbst die Einsteigermodelle.
Je höher die Abtastrate ist, desto mehr Obertöne können generiert werden. Unter 44,1 kHz hören wir eine deutliche Verschlechterung des Sounds!
Was bedeutet eigentlich eine Samplerate von 44,1 kHz? Das ankommende analoge Signal wird in Nullen und Einsen umgewandelt. Dazu wird in sehr kurzen Abständen das anliegende Signal gemessen. Bei 44,1 kHz bedeutet das, dass der anliegende Pegel des Signals 44.100-mal pro Sekunde gemessen wird – also unvorstellbar schnell. Ein Computer versteht nämlich keine fließenden Übergänge, sondern kennt nur eine begrenzte Anzahl fester Werte. Die Anzahl der festen Werte werden durch die Bits repräsentiert.
Ohne weiter in den Bereich Informatik abzudriften, reicht es zu wissen, dass 44,1 kHz für Audio-CDs benutzt werden. Mit 44,1 kHz können Frequenzen bei Audiosignalen bis zu 22 kHz erfasst werden. Noch höhere Obertöne kann das menschliche Gehör nicht wahrnehmen.
Moment! Meine letzte DVD hatte eine Abtastrate von 48 kHz! Welchen Sinn hat das, wenn ich nicht mehr Obertöne wahrnehmen kann? Viele von uns können ja noch nicht einmal über 15 kHz hören!
Es gibt tatsächlich Toningenieure, die behaupten, dass 48 kHz, 96 kHz oder mehr besser klingen. Können diese wie Fledermäuse den Ultraschallbereich hören? Wohl eher nicht. Woran liegt das?
Das liegt u.a. an der Genauigkeit der Abtastrate. Dafür ist die Genauigkeit der sogenannten „Clock“ verantwortlich. Eine Uhr kann nicht unendlich genau funktionieren. Sie weicht immer minimal ab. Bei 44.100 Samplevorgängen pro Sekunde können schon minimale Abweichungen der Abtastrate dazu führen, dass das Sample einen anderen Wert hat, als es tatsächlich der Fall ist. Diese Abweichungen werden Jitter genannt.
Welche Sample-Rate soll ich einstellen? Höhere Sample-Raten als 44,1 kHz kosten deutlich mehr Rechenleistung. Das kann bei Volllast dazu führen, dass verschiedene Spuren sich im Timing verschieben, da der Rechner Probleme mit der Latenzkompensation bekommt – und das klingt komisch. Für einen sauberen Klang reicht es, wenn wir mit 44,1 kHz arbeiten und Plugins für die Bearbeitung der Sounds verwenden, die Oversampling können (2- oder 4-faches Oversampling). Ansonsten kann es dazu führen, dass man in den Höhen eine unschöne Auflösung hat.
AD/DA Wandler: In der Produktbeschreibung eines Audiointerfaces liest man oft im Zusammenhang mit 24 Bit und x kHz den Begriff AD/DA Wandler. AD-Wandlung bedeutet von analog zu digital. DA-Wandlung bedeutet von digital zu analog. Zum besseren Verständnis ein Beispiel: Eine AD (analog zu digital) Wandlung findet statt, wenn du in ein Mikrofon singst (analog). Dann wird der Gesang in ein digitales Signal umgewandelt. Eine DA (digital zu analog) Wandlung findet statt, wenn du dir nun den Gesang anhörst. Dann wird das digitale Signal wieder in ein analoges Signal (Lautsprecher) umgewandelt. 24 Bit und 192 kHz sind sehr gute Werte, die aber nicht unbedingt Aussagen, dass die Wandler auch gut sind!
Audio-Interface mit einer separaten Mixer-Software
Für weitreichende Einstellungen ist es vorteilhaft, wenn das Audiointerface zusätzlich zu deinem Audiosequenzer (z.B. Pro Tools, Logic, Live) eine Mixer-Software bietet. Die Mixer-Software beinhaltet ein digitales Mischpult, mit dem du vielfältige Aufgaben erledigen kannst. Eine gute Mixer-Software bietet Folgendes:
- große Pegelanzeigen,
- umfassende Routingmöglichkeiten,
- den schnellen Wechsel zwischen verschiedenen Monitor-Setups,
- Kommunikation mit Musikern im Aufnahmeraum,
- Tasten, wie Solo, Mute, Phaseninvertierung, Phantomspeisung,
- das Erstellen unabhängiger Monitor- oder Headphone-Abmischungen,
- das Umschalten zwischen externen Quellen, wie CD- oder DVD-Player, und
- Effekte, die in Echtzeit berechnet werden.
Manche Audiointerfaces haben einen eingebauten DSP-Chip (ausgeschrieben Digital Signal Processor). Mit dem DSP-Chip werden alle Aufgaben der Mixer-Software berechnet. So können Ein- und Ausgangssignale und interne Effekte, wie z.B. Kompressor oder Hall, verzögerungs- bzw. latenzfrei vorgehört werden. Die CPU vom Rechner wird dabei nicht belastet!
Wer Cubase nutzt, braucht so eine Mixer-Software nicht unbedingt. Cubase bietet mit dem sogenannten „Control Room“ umfangreiche Monitoring-Möglichkeiten. Wer die Control-Room-Funktionen auch latenzfrei und ohne Zusatzbelastung für den Rechner haben möchte, der kann ein passendes Yamaha Audiointerface mit DSP wie das URX22C, URX44C oder URX22 BK kaufen.
Direct Monitoring – Verzögerungsfreies Hören beim Aufnehmen
Für die Performance eines Künstlers ist es entscheidend, sich selbst oder das gespielte Instrument ohne Verzögerung auf den Kopfhörern hören zu können. Würde ein Sänger zum Beispiel „Yeah, I feel good“ singen und die Stimme erst zwei Sekunden später auf den Kopfhörern hören, wäre die Performance kaum möglich.
Moderne Audiointerfaces bieten dafür Direct Monitoring oder Zero Latency Monitoring an. Dabei wird die eingehende Stimme oder das Instrument direkt an die Ausgänge (Kopfhörer oder Studiomonitore) geleitet, ohne dass der Rechner dazwischen verzögert.
Gleichzeitig können die Begleitspuren aus der DAW (z. B. Backing Tracks oder Klick-Track) in Echtzeit dazu gemischt werden. Hochwertige Audiointerfaces verfügen zusätzlich über integrierte DSP-Chips, die die Signalverarbeitung in der Hardware übernehmen – so bleibt der Monitoring-Sound ultraschnell und latenzfrei, selbst bei komplexen Projekten.
Direct Monitoring ist also unverzichtbar für präzises Aufnehmen, egal ob Gesang, Rap, Gitarre oder Keyboard, und sorgt für eine natürliche, verzögerungsfreie Performance.
Für das „verzögerungsfreie Abhören“ sagt man auch „latenzfreies Abhören“. Nun hat sich auch die Erklärung des Worts „Latenz“ weiter oben in dem Artikel auf jeden Fall gelohnt. 🙂
Hersteller: Audio-Interface und Abhör-Controller
Es gibt viele Audio-Interface Hersteller. Hier einmal eine Übersicht (alphabetisch sortiert) aller mir bekannten Audio-Interface-Hersteller:
- Antelope
- Apogee
- Audient
- Avid
- Focusrite
- Mackie
- M-Audio
- Metric Halo
- MOTU
- Native Instruments
- Presonus
- Prism Sound
- RME
- Roland
- SPL
- Tascam
- Universal Audio
- Yamaha
- Zoom
Im Folgenden eine alphabetische Auflistung aller mir bekannten Hersteller für Abhör-Controller:
- ART
- Audient
- Behringer
- Crane Song
- Dangerous Music
- Drawmer
- Fredenstein
- Grace Design
- JBL
- KS Digital
- Mackie
- Nowsonic
- Palmer
- Presonus
- Samson Technologies
- SPL
- TC Electronic
Audio-Interface Empfehlungen
Welche Audiointerfaces sind nun gut? Zum Glück werden Audiointerfaces getestet. So erleben wir nach dem Kauf so gut wie keine Enttäuschungen. Beim Musikfachhandel Thomann kannst du dir zu vielen Audiointerfaces das Fazit von den verschiedenen Tests kostenlos anschauen. Klasse! Dabei wirst du feststellen, dass es sehr viele gute Audiointerfaces gibt.
Außerdem bieten Onlineshops verschiedene Filter an, nach dem man das Angebot, z.B. nach Preis, Anschlussmöglichkeiten oder Audiointerfacevarianten, einschränken kann. Hast du für deine Ansprüche 2-3 Audiointerfaces im Visier, kannst du als Nächstes noch einmal gezielt nach diesen Audiointerfaces im Internet suchen. Vielleicht gibt es noch weitere Hinweise oder Testberichte, die dir bei der Auswahl des für dich passenden Audiointerfaces helfen.
Hier sind die Top-Empfehlungen:
-
Focusrite Scarlett 4i4 4. Generation – Ideal für Einsteiger & Heimstudio
Dieses USB-Audiointerface bietet klare Vorverstärker, flexible I/O-Optionen und stabile Treiber, perfekt für Singer-Songwriter, Homerecording und kleinere Produzenten-Setups. -
Universal Audio Apollo Twin X – Profi-Qualität mit exzellenten Plugins
Ein Premium-Thunderbolt-Interface (auch als USB-Variante erhältlich) mit analog-emulierten UAD-Plugins, exzellenten Wandlern und ultra-niedriger Latenz – ideal für professionelle Musiker und Produzenten. -
PreSonus Studio 24c – Kompakt & budgetfreundlich für Podcaster
Klein, robust und budgetfreundlich: Dieses USB-C-Interface punktet mit guter Audioqualität und eignet sich hervorragend für Podcaster, Streamer und Content Creator. -
RME Babyface Pro FS – Für Studio-Profis mit extrem niedriger Latenz
Ein professionelles Interface mit klasse Dynamikumfang, stabiler RME-Treibertechnologie und sehr niedriger Latenz – optimal für anspruchsvolle Recording-Sessions.


Die Artikel auf Tonstudio-Wissen.de sind chronologisch sortiert, damit du dir das ganze Wissen als angehender Produzent, Toningenieur oder Mastering-Ingenieur Schritt für Schritt aneignen kannst. Wir haben uns bis jetzt den Audio-PC sowie ein Audio-Interface angeschaut und wir haben beide Sachen miteinander verbunden. Damit können wir aber noch nicht mischen. Es fehlt noch eine Software (DAW, Audio-Sequenzer), mit der wir wie ein Profi abmischen können, gute Studiomonitore, Studio-Akustikelemente und Kopfhörer. Weiter geht es in der auf Tonstudio Wissen kostenlosen Mixing-Anleitung Abmischen lernen mit dem Audio-Sequenzer.

Fazit: Ein Audio-Interface ist unabdingbar beim Recording, Mixing und Mastering
Es führt kein Weg daran vorbei: Wer Musik produzieren, aufnehmen oder professionell abmischen möchte, braucht ein Audiointerface. Es ist die zentrale Schnittstelle zwischen Mikrofon, Instrumenten und Computer – und entscheidet maßgeblich über Klangqualität, Latenz und Workflow im Heimstudio.
Wenn dir keines der oben empfohlenen Modelle zusagt, lohnt sich ein Blick in einen großen Online-Musikfachhandel wie Thomann (Kategorie Audiointerface). Dort kannst du dir schnell einen umfassenden Überblick über aktuelle Modelle, Preise und technische Spezifikationen verschaffen.
So findest du das passende Audiointerface
-
Schnittstelle prüfen:
Überlege zuerst, welche Verbindung dein PC oder Mac unterstützt. Gängig sind USB-Audiointerfaces, USB-C, Thunderbolt oder (seltener) FireWire. Besonders USB-Audiointerfaces sind heute Standard im Heimstudio-Bereich, da sie einfach einzurichten und kompatibel mit nahezu allen DAWs sind. -
Nach Anschluss filtern:
Filtere im Shop gezielt nach der passenden Schnittstelle. So vermeidest du Kompatibilitätsprobleme und grenzt die Auswahl sinnvoll ein. -
Budget festlegen:
In nahezu allen Musikshops kannst du Audiointerfaces nach einer bestimmten Preisspanne sortieren. Das ist besonders hilfreich, wenn du ein gutes Audiointerface unter 200 € oder ein professionelles Audiointerface für dein Studio suchst. -
Funktionsumfang prüfen:
Klicke dich durch die Produktdetails und frage dich:-
Wie viele Ein- und Ausgänge benötige ich?
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Brauche ich MIDI-Anschlüsse?
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Ist Direct Monitoring wichtig?
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Reichen mir zwei Kanäle für Podcasting oder brauche ich mehr für Recording und Bandaufnahmen?
Nicht jedes Feature ist notwendig – oft reicht ein solides 2-In/2-Out-Audiointerface völlig aus.
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Tests und Erfahrungsberichte lesen:
Nutze Tonstudio Wissen und Google, um nach Tests, Reviews und Erfahrungsberichten zu suchen. Viele Geräte wurden von Fachmagazinen oder Musikportalen getestet. Auf der Website von Thomann findest du zudem häufig kostenlose Testberichte, Kundenbewertungen und detaillierte Produktbeschreibungen, die dir bei der Kaufentscheidung helfen.
Die 50 meisterverkauften Audiointerfaces von Thomann ansehen.*
Übrigens bietet auch Amazon viele Audio-Interfaces an. Audio-Interfaces bei Amazon ansehen.*
Wenn du Musik machst, wirst du auf viele Fragen bezüglich deines Audioinerfaces stoßen – um nur einige davon zu nennen: Wie nehme ich den Gesang mit meinem Audiointerface am besten auf? Warum höre ich eine Verzögerung beim Aufnehmen und wie bekomme ich diese weg? Diese und viele weitere Fragen rund um das Thema Audiointerface, Produzieren, Abmischen und Mastering beantwortet das E-Book „Endlich beim Produzieren, Abmischen und Mastering besser werden“. Zum E-Book.













Einen schönen guten Tag. ich hätte eine Frage. Ich habe das Steinberg UR242 und möchte auf einmal drei Spuren gleichzeitig aufnehmen. 1 mal Stereo (Klavier) und 1 mal ein Mikrophon. Das Interface ist angeschlossen und nur ein Mikrophon aufnehmen ist kein Problem. Was muss ich aber tun um 2 Spuren gleichzeitig aufzunehmen?
Vielleicht könnt Ihr mir helfen.
Ihr könnt mir sehr gerne schreiben.
*@web.de
liebe Grüße Andreas
Hallo Andreas,
vielen Dank für deinen Kommentar. Versuche einmal Folgendes:
Schritt 1: Alle ans Audio-Interface angeschlossene Eingänge – in deinem Fall dein Mikrofon und dein Klavier – müssen erst einmal in Cubase zugewiesen werden. Dazu musst du zunächst in Cubase im Menü „VST-Verbindungen“ (drücke einfach F4) unter dem Reiter „Eingänge“ die entsprechenden Eingänge hinzufügen.
Schritt 2: Nun stellst du im Mixer unter Routing für deine Klavier-Spur und Vocal-Spur jeweils die entsprechenden Eingänge des Audio-Interfaces ein (Stereo In). Alternative: Links neben der Spurenliste ist ein Bereich, der in Cubase „Inspector“ genannt wird. Hier werden Einstellungen für die in der Spurenliste jeweils selektierte Spur getätigt. Auch dort kannst du die Eingänge auswählen.
Schritt 3: Im nächsten Schritt aktiviere den roten Aufnahme-Knopf („Aufnahme aktivieren“) bei deiner Vocal-Spur und deiner Klavier-Spur. Der Aufnahme-Knopf ist ein Punkt, der dann rot leuchtet, sofern er aktiviert ist. Außerdem sollte der Knopf „Monitor“ (Lautsprechersymbol) bei der Klavier- und Vocal-Spur aktiviert sein.
Empfehlenswert ist zudem ein guter Aufnahmepegel. Schau dir dazu einmal den Artikel Der richtige Pegel beim Aufnehmen (Recording) an.
Nun einfach den Record-Button neben dem Play-Button drücken und schon wird die Aufnahme gestartet.
Viel Spaß beim Aufnehmen!
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
PS: Zum Schutz deiner Privatsphäre wurde deine E-Mail-Adresse, die du direkt im Kommentar geschrieben hattest, unkenntlich gemacht.
Neuere Computer verzichten nicht auf Thunderbolt, die Anschlüsse sind bloss als USB- C Buchsen verbaut. Das ist verwirrlich.
Hallo Rainer,
vielen Dank für deinen Hinweis!
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Guten Abend !
Ich habe aber immer noch nicht verstanden wozu brauche ich so einen interface wenn jetzt bei mir auch keine probleme mit latence gibt zb Ich nutze FL und docht kann ich einstellen die Verzögerungseinheit. Warscheinlich nur weil es die Stimme sauberer macht?
MFG
Georg
Hallo Georg,
vielen Dank für deinen Kommentar. Wenn du zufrieden mit deinem System bist, brauchst du selbstverständlich nichts ändern. Es kann bei dir sein, dass tatsächlich eine gute Soundkarte verbaut ist.
Richtig, neben der Latenz bieten gute Audio Interfaces eine gute AD/DA-Wandlung. Also analoge Signale (dafür steht der Buchstabe „A“ bei AD/DA-Wandlung), wie z.B. beim Singen, werden in eine bessere Qualität in ein digitales Signal (dafür steht der Buchstabe „D“ bei AD/DA-Wandlung) umgewandelt. Das Digitale ist beim Singen letztendlich deine digitale Gesangsaufnahme in deiner DAW FL. Oder der digitale Sound, der im Computer entsteht, klingt besser über deine Lautsprecher (DA-Wandlung; digitaler Sound vom Audiosequenzer zu deinen analogen Lautsprechern oder Kopfhörern).
Viel Spaß weiterhin beim Musik machen!
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Hallo,
habe zufällig diese Seite gefunden, weil ich mal wieder auf Problemlösungssuche bin 😉 Kämpfe immerwieder mal, weil mir einfach die Grundlagen fehlen. In den meisten Foren aber spricht man oft von
Dingen, die ich nicht verstehe. Hier ist es aber sehr gut , einfach und verständlich erklärt. Danke dafür! Sicher werde ich hier noch weiteres finden , um einfach als Musiker mal ein Verständnis für die Technik zu bekomme und ich mir helfen kann.
Hallo Manni,
herzlichen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich wirklich sehr, dass dir die Artikel weiterhelfen. So soll es sein – auch für Musiker, denen noch ein paar Grundlagen fehlen. Denn das Ziel von Tonstudio Wissen ist es, zum einen grundlegende Theorie für Anfänger nachvollziehbar zu vermitteln und zum anderen die Fähigkeiten von erfahrenen Künstler beim Produzieren, Abmischen und Mastern zu verbessern.
Es werden noch viele weitere Artikel folgen, die hoffentlich auch für dich interessant sein werden.
Viel Spaß weiterhin beim Musik machen.
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Hallöle!
Mal im Allgemeinen: Seit ich denken kann mache ich Musik, habe in vielen Bands einen zum Besten gegeben und habe von Berufswegen her (ich bin Zupfinstrumentenmacher) viel mit Frequenzen zu tun. Außerdem wollte ich immer eigene Aufnahmen machen, habe mir, wie die meisten sich hier tummeln-den, ein Homestudio eingerichtet. Anfangs dachte ich immer, „Aufnahmen machen, klar kein Problem“. Ich stieß schnell an meine Grenzen und wollte hinwerfen. Doch durch die vielen Tutorials, hier auf Tonstudio-Wissen wurde ich eingenordet, erkannte eine Vielzahl selbst gemachter Fehler, bekam neuen Elan und unglaublich viel wichtiges Wissen vermittelt. Jetzt, im Alter von 52 Jahren, bin ich endlich soweit, dass sich meine Aufnahmen ganz passabel anhören, dass man üben, üben und nochmal üben muss um besser zu werden, wie im Instrumentenbau. Ich werde Tonstudio-Wissen auch weiterhin besuchen und möchte mich aus tiefstem Herzen für die Weitergabe des ganzen theoretischen Wissen, an Typen wie mich bedanken!!! Nun gehe ich einen Schritt weiter und beabsichtige mich bei den HOFA-Tonstudios zu einem Fernstudium anzumelden. Nochmals vielen vielen Dank für Eure tolle Unterstützung!!!
Hallo Didi,
herzlichen Dank für deine unglaublich tolle Rückmeldung und Komplimente! Es freut mich sehr, dass dir die Tutorials auf Tonstudio Wissen einen so großen Mehrwert bieten. Außerdem freut es mich sehr, wieder einen Tonstudio-Wissen-Leser kennenlernen zu dürfen.
Es folgt bald eine neue große Kategorie. Hoffentlich helfen dir auch die dort aufgezeigten Tutorials weiter.
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Tiptop! Bin gespannt was da kommen mag.
Weiter so!!!
Besitze das Steinberg UR22 Audio Interface und bin leider absolut unzufrieden.
Immer wieder gibt es Audio-aussetzer mitten im Recorden oder auch einfach mal so beim abspielen des Tracks oder auch einfach so, ohne offenes DAW. Der Support hilft mir nicht weiter, und die Treiber sind leider nicht, wie hier beschrieben, ausgereift.
Sehr ärgerlich eine Menge Geld dafür auszugeben und dann im Nachhinein weder Hilfe vom Support, noch eine adequate Lösung für das Problem zu finden. Selbst mit aktiver Stromversorgung und niedriger Buffer Zeit nicht benutztbar. Wirklich Schade.
Vor dem Kauf bitte genaustens Informieren, ob nicht auch andere Audio Interfaces passen. Rate von dem UR22 dringenst ab.
Hallo Marcel,
vielen Dank für deine Rückmeldung über das Steinberg UR22. Ich kenne das UR22 und das UR242 sehr gut. Ich hatte nie solche Probleme wie du gehabt. Könnte das vielleicht an deinem Rechner oder Laptop liegen? Oder deiner Antiviren-Software? Hast du dir die aktuellen Treiber für das UR22 heruntergeladen? Eigentlich ist es auch untypisch für Steinberg, dass du keine Hilfe erhältst.
Die Buffer-Größe in deinem Fall zu verringern, ist nicht von Vorteil. Du solltest den Buffer erhöhen. Je niedriger der Buffer, desto geringer die Latenz und höher die CPU-Last (es könnte bei mehreren Spuren zu Knacksern kommen). Je höher der Buffer, desto höher die Latenz und niedriger die CPU-Last (besser für ein Projekt mit vielen Spuren).
Ich verstehe auch nicht ganz, was du mit aktiver Stromversorgung meinst. Das UR22 kriegt nur Strom über USB. Oder für ein iPad gibt es noch den 5V DC Eingang. Dann läuft der Strom darüber.
Ich hoffe und bin mir sicher, dass dir Steinberg noch antworten wird.
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Hallo Marcel,
ich besitze zwar die inzwischen 2. Nachfolge vom UR22 aber bei der Recherge zu einem Thema mit meinem Microphone bin ich so häufig über andere Themen des UR22 gestolpert und dessen kleinere „Bugs“ da ist das Thema Firmwareupgrade und Yamaha Treiber richtig wichtig. Von daher zwei Vermutungen vorab, enbtweder der Treiber stürzt bei Dir mitten in der ‚Nutzung / Aufnahme ab, oder der Strompegel via USB ist auf einem kritischen Nievau. Es gibt USB Anschlüße grade häufig an Laptops die nur grade so die Spannungsstabilität sicherstellen und dein UR22 ist darauf angewiesen zuverlässig „Saft“ zu bekommen. Evtl. mal an einem anderen Poprt (zB. an einem USB 3.0/3.1 Port wenn vorhanden anstecken, dieser ist abwärtskompatible und Sprompegelfester)
Hoffe es hilft
Hallo,
zunächst einmal großes Lob an euch für die umfangreiche Sammlung an Tipps und Tricks beim Mixen und Mastern, die Inhalte sind genau das was ich gesucht habe, um in Sachen Musikproduktion weiter zu kommen! Danke!
Nun zu meinen Fragen: es wurde das Thema weiter oben schon angeschnitten wie ich gelesen habe, ich würde aber gerne nochmal darauf zurückkommen, welchen Nutzen ein Audiointerface nun tatsächlich hat.
Ich verwende für meine Produktion ausschließlich die VST Instrumente in meiner DAW (Cubase) und höre mit Kopfhörern (AKG K601) ab. Für die Produktion benutze ich einen Laptop von Asus.
Als Soundtreiber verwende ich den Asio4all (an dieser Stelle bitte gleich um Info, wenn es bessere Treiber „da draussen“ gibt)
Das hat bisher gut funktioniert, auch die Latenzen sind kein Thema.
Nun zu meinen Fragen:
Welchen Mehrwert bringt mir ein Audiointerface, wenn ich weder Live Aufnahmen mache noch Latenzprobleme beheben muss?
Verbessert ein Interface die Klangqualität, wenn ich den Track über meinen Kopfhörer abhöre (weil ich dann z.b. Frequenzprobleme besser raushören kann), bzw. wird durch das Interface einen besserer Soundtreiber (im Vergleich zu Asio 4 All) „installiert“?
Ist es sinnvoll, bei der Produktion über Laptop ein Interface zu nehmen, dass den Strom rein über USB bezieht, oder sollte man eine USB/Steckdose Kombination nehmen, zwecks Stabilität?
Vielen Dank!
Liebe Grüße
Florian
Hallo Florian,
vielen lieben Dank für deinen Kommentar. Grundsätzlich gilt, wenn du mit deinem System zufrieden bist, dann gibt es keinen Grund aufzurüsten.
Wenn du keine Latenzprobleme mit deinem Notebook hast, du mit der Klangqualität zufrieden bist, brauchst du dir kein Audiointerface kaufen. Ohne dein Notebook genau zu kennen, ist es schwierig zu beurteilen, inwiefern dir ein Audiointerface einen Mehrwert bietet. Vermutlich würde der Klang etwas besser sein, denn selbst bei den Audiointerfaces gibt es klangliche Unterschiede. Es muss aber nicht sein, dass du dadurch die Frequenzen besser hören kannst. Und vermutlich wäre die Latenz vor allem bei größeren Projekten doch noch einmal deutlich besser.
Auch Audiointerfaces, die nur über USB Strom bekommen, sind stabil und gut – das kann ich dir bei dieser Ferndiagnose sicher beantworten. 🙂
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Mega guter Artikel, wirklich verständlich erklärt, hier versteh ich als leihe auch mal was im Gegensatz zu anderen Erklärungen im Web. Vielen Dank dafür und beste Grüße
Ich habe eine Frage zum Steinberg UR 22 Mk 2, vielleicht kann mir jemand helfen. Im Manual habe ich keine Antwort gefunden:
Unter Windows 10 installiert, Treiber installiert, funktioniert alles. Das Interface wird ohne DAW benutzt, nur zur AD-Wandlung eines analog vorgemischten Stereosignales (zum Ausspielen über Zoom). Als Inputs fungieren die Line-Inputs. Pegel gesund, alles gut.
Aus dem Stereo-Output kommt nun aber kein LR-Signal, sondern eine Art Doppel-Mono. Beide Seiten des Stereosignals sind da, aber Mono in der Mitte. Bereits beim Abhören über den Kopfhörer-Out des UR ist das so.
Der Treiber bietet ja keinen virtuellen Mixer oder so wo man irgendwas pro Input einstellen könnte so wie in einem RME Totalmix z. B. – wo kann ich beim UR definieren wie sich die Lineinputs verhalten sollen? Die einzige Checkbox die wir fanden war die wo man den Loopback aktivieren kann, und da war auch die Rede von 2x Mono oder 1x Stereo – wäre es die gewesen?
Sorry für die schlichte Frage.
Bin zwar sehr erfahren mit allem Kram rund um Mac, aber nicht mit Windows.
Danke sehr und beste Grüße
Ah ich habe mir meine Frage gerade schon selber beantwortet und nochmal an anderer Stelle nachgelesen. Offenbar ist das Aktivieren der Loopback-Funktion die einzige Möglichkeit das Verhalten der Inputs und der Ausspielung (2x Mono oder 1x Stereo) zu definieren. Korrekt?
Beste Grüße DP
Hallo Dietrich,
vielen Dank, dass du dich mit deinem Problem an Tonstudio Wissen wendest! Das müsste tatsächlich die Lösung sein.
Mit freundlichen Grooves
Tonstudio Wissen
Den Lesern, die diese Website loben, kann ich mich nur anschließen und ein herzliches Danke sagen. Auch ich habe schon sehr von den guten Tipps profitiert, und kann euch nur weiterempfehlen. Ein bißchen schade finde ich, dass so wenig über Aufnahmen klassischer Instrumente vorkommt, aber wir sind da wohl die Außenseiter:))
Gut, dass viele eurer Ratschläge für mehrere Genres zutreffen, auch das spricht für die Qualität eurer Arbeit.