AKAI MPK Mini Plus II: Endlich mehr Kontrolle – aber fehlt das wichtigste Feature?

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37 Minitasten, anschlagdynamische MPC-Pads, ein Farbdisplay und neue Kreativfunktionen: Mit dem AKAI MPK Mini Plus II bekommt einer der vielseitigeren kompakten MIDI-Controller einen Nachfolger. AKAI Professional setzt dabei stärker auf die Integration mit MPC, DAWs und Software-Instrumenten. Doch ist das wirklich ein Upgrade, auf das Producer gewartet haben? Und was bedeutet die neue Ausrichtung für alle, die den Vorgänger gerade wegen seiner Möglichkeiten zur Hardware-Steuerung gekauft haben?

Wir schauen uns die Neuerungen, die Anschlüsse und die entscheidenden Fragen vor dem Kauf genauer an.

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AKAI MPK Mini Plus II: Was ist neu?

Der AKAI MPK Mini Plus II bleibt seiner Grundidee treu: Er kombiniert eine kompakte 37-Tasten-Klaviatur mit MPC-Pads, frei belegbaren Drehreglern und Anschlüssen für externe Geräte. Gleichzeitig wurde das Bedienkonzept umfassend überarbeitet.

Zu den wichtigsten Neuerungen gehören:

  • Ein überarbeitetes 37-Tasten-Minikeyboard
  • Acht anschlagdynamische und druckempfindliche RGB-Pads
  • Ein farbiges Display mit direkter Parameteranzeige
  • Erweiterte Arpeggiator- und Akkordfunktionen
  • Neue kreative Werkzeuge wie Glitch, Mutate, Strum, Freeze und Follow
  • Direkte Integration mit MPC-Standalone-Geräten und MPC Desktop
  • Vorgefertigte DAW-Steuerungen und Unterstützung von Native Instruments NKS
  • USB-C sowie weiterhin MIDI Out und drei CV/Gate-Ausgänge

Damit verschiebt sich der Schwerpunkt deutlich in Richtung eines Controllers, der nicht nur Noten und Drum-Patterns einspielt, sondern auch die Steuerung von Software und MPC-Workflows übernimmt.

37 Minitasten: Kompakt, aber musikalisch flexibel

Drei Oktaven sind kein Ersatz für eine große Studiotastatur. Für Basslines, Akkorde, Melodien und kurze Synthesizer-Phrasen reicht dieser Umfang im Produktionsalltag jedoch häufig aus.

AKAI hat die Klaviatur überarbeitet und verspricht ein verbessertes Spielgefühl. Wie groß der Unterschied zum Vorgänger tatsächlich ist, muss sich im direkten Praxistest zeigen. Gerade bei Minitasten entscheidet nicht allein die Anschlagdynamik, sondern auch, wie kontrolliert sich leise und kräftige Noten spielen lassen.

Pitchbend- und Modulationsrad bleiben erhalten. Der bisherige Joystick entfällt allerdings. Wer dessen kombinierte Steuerungsmöglichkeiten gewohnt war, dürfte sich zunächst umstellen müssen.

Meine Einschätzung: Eine verbesserte Klaviatur ist grundsätzlich eine sinnvolle Weiterentwicklung. Entscheidend ist aber, ob sich der neue Controller auch bei längeren Sessions angenehm und präzise spielen lässt.

Acht MPC-Pads mit Aftertouch: Mehr Ausdruck beim Beatmaking

Der AKAI MPK Mini Plus II präsentiert sich mit überarbeitetem Design, 37 Minitasten und acht anschlagdynamischen RGB-Pads. Das neue Farbdisplay und die erweiterten Arpeggiator-Funktionen sollen den Workflow bei der Musikproduktion verbessern. Dank USB-C, MIDI-Out und drei CV/Gate-Ausgängen lässt sich der Controller flexibel in DAW- und Hardware-Setups integrieren. Besonders spannend ist die engere Anbindung an MPC-Systeme und Software-Instrumente.

Die acht RGB-beleuchteten MPC-Pads gehören weiterhin zu den wichtigsten Bedienelementen. Sie eignen sich zum Einspielen von Drums, zum Triggern von Samples und zum Steuern verschiedener Funktionen.

Neu ist die Unterstützung von Druckempfindlichkeit beziehungsweise Aftertouch. Dadurch können kompatible Funktionen und Instrumente auf zusätzlichen Druck reagieren. Das eröffnet Möglichkeiten für ausdrucksstärkere Performances und eine differenziertere Steuerung von Sounds.

Gerade für Beatmaker, die ihre Patterns lieber live einspielen, statt jede Note mit der Maus zu setzen, ist das ein willkommenes Feature.

In Verbindung mit den erweiterten Pad-Modi und der Integration in die MPC-Umgebung könnte der MPK Mini Plus II besonders für Produzenten interessant sein, die Drums, Melodien und Software-Instrumente in einem kompakten Setup bedienen möchten.

Farbdisplay: Kleine Änderung, großer Unterschied im Workflow?

Das neue Farbdisplay gehört zu den auffälligsten Änderungen gegenüber dem ersten MPK Mini Plus. Es zeigt Informationen zu Parametern und Funktionen direkt am Controller an.

Das ist vor allem bei der Steuerung von Plugins und DAWs interessant. Statt sich ausschließlich an der Position eines Reglers zu orientieren, erhält man zusätzlich visuelles Feedback.

Zusammen mit den acht frei zuweisbaren Endlosreglern und dem zentralen Push-Encoder soll das die Bedienung intuitiver machen.

Besonders sinnvoll ist das bei häufig genutzten Parametern wie Filter-Cutoff, Resonanz, Lautstärke, Effekten oder Makro-Steuerungen. Wie viel Zeit sich dadurch tatsächlich sparen lässt, hängt allerdings auch von der verwendeten Software und deren Integration ab.

Glitch, Mutate und Strum: Neue Ideen direkt am Controller entwickeln

Eine der spannendsten Neuerungen ist die Erweiterung der kreativen Funktionen. AKAI ergänzt den Controller um Werkzeuge, mit denen sich musikalische Ideen verändern und weiterentwickeln lassen.

Glitch richtet sich an experimentelle rhythmische und klangliche Variationen. Mutate soll bestehende musikalische Ideen verändern, während Strum neue Möglichkeiten für Akkord- und Spielbewegungen eröffnet.

Hinzu kommen Freeze- und Follow-Funktionen sowie erweiterte Möglichkeiten für Arpeggiator, Akkorderstellung und Note Repeat.

Der Vorteil liegt auf der Hand: Statt jede Variation manuell zu programmieren, lassen sich neue Ansätze direkt beim Spielen ausprobieren. Das kann gerade dann hilfreich sein, wenn ein Beat zu statisch klingt oder eine Melodie noch nicht die gewünschte Dynamik besitzt.

Wichtig ist dabei, die neuen Funktionen nicht nur als zusätzliche Feature-Liste zu betrachten. Ihr tatsächlicher Wert zeigt sich erst, wenn sie den kreativen Prozess beschleunigen und musikalisch brauchbare Ergebnisse liefern.

MPC-Integration: Der Controller wird Teil eines größeren Systems

AKAI richtet den MPK Mini Plus II stärker auf das eigene MPC-Ökosystem aus. Der Controller ist für die Zusammenarbeit mit MPC-Standalone-Geräten und MPC Desktop ausgelegt.

Je nach Anwendung lassen sich Funktionen wie Transportsteuerung, Track-Navigation, Mixerparameter, Plugin-Steuerung und Clip-Launching direkt über die Hardware bedienen.

Das ist besonders interessant für Produzenten, die bereits mit einer MPC arbeiten und ein zusätzliches Keyboard für Melodien, Akkorde und die Steuerung von Software-Instrumenten suchen.

Auch die Integration in gängige DAWs wurde erweitert. AKAI nennt unter anderem Ableton Live, Logic Pro, Cubase und FL Studio. Über NKS Connect soll zudem die Steuerung kompatibler Instrumente und Effekte aus dem Native-Instruments-Ökosystem erleichtert werden.

Der entscheidende Vorteil: Ein Controller wird erst dann wirklich hilfreich, wenn er sich möglichst nahtlos in den eigenen Workflow einfügt. Genau hier setzt AKAI beim MPK Mini Plus II an.

Anschlüsse: USB-C und CV/Gate bleiben an Bord

Bei der Konnektivität kombiniert AKAI moderne Computeranbindung mit klassischen Anschlüssen für Hardware.

Zur Ausstattung gehören:

  • USB-C für Stromversorgung und MIDI-Verbindung
  • Ein fünfpoliger MIDI-Ausgang
  • Drei 3,5-mm-CV/Gate-Ausgänge für Pitch, Gate und Modulation
  • Ein Anschluss für ein Sustain-Pedal

Damit kann der Controller nicht nur Software-Instrumente ansteuern, sondern auch mit kompatiblen analogen Synthesizern und modularen Systemen zusammenarbeiten.

Die drei CV-Ausgänge sind dabei ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal gegenüber vielen einfachen MIDI-Keyboards. Sie erlauben es, Tonhöhe, Gate-Signale und Modulation direkt an kompatible Hardware weiterzugeben.

Allerdings gibt es auch einen Punkt, den Besitzer des Vorgängers beachten sollten: Die bisherige Anschlussausstattung wurde verändert. Wer MIDI-Eingang oder analoge Clock-Anschlüsse für sein Setup benötigt, sollte vor dem Wechsel genau prüfen, ob der neue Controller die eigenen Anforderungen erfüllt.

Was ist mit dem integrierten Sequencer?

Hier lohnt sich ein genauer Blick.

Der integrierte Sequencer war beim ursprünglichen MPK Mini Plus ein wichtiges Argument für Musiker, die auch ohne vollständig computerbasierten Workflow Ideen entwickeln wollten.

Beim MPK Mini Plus II stehen nun die erweiterten Arpeggiator-, Akkord- und Kreativfunktionen stärker im Vordergrund. Die offizielle Produktbeschreibung und die FAQ stellen diese Neuerungen heraus, geben aber keine eindeutige Antwort darauf, ob der ursprüngliche Sequencer in gleicher Form erhalten bleibt.

Deshalb wäre es verfrüht, seine Entfernung als gesicherte Tatsache darzustellen.

Für potenzielle Käufer ist die Frage dennoch wichtig: Wer einen Controller mit eigenständigen Sequencing-Möglichkeiten sucht, sollte vor dem Kauf die aktuelle Bedienungsanleitung und die offizielle Funktionsbeschreibung prüfen.

Denn neue Software- und DAW-Funktionen sind kein automatischer Ersatz für einen eigenständigen Sequencer.

Software-Paket: Was ist enthalten?

Auch das mitgelieferte Softwarepaket ist ein Teil des Gesamtangebots.

AKAI nennt die Studio Instrument Collection mit mehr als 1.000 Sounds aus dem Umfeld von AIR Music Technology, Moog und AKAI Professional. Dazu kommen je nach aktuellem Bundle weitere Software-Angebote.

Welche Lizenzen, Instrumente und Zusatzprogramme im konkreten Lieferumfang enthalten sind, sollte vor dem Kauf beim Hersteller oder Händler überprüft werden. Software-Bundles können sich abhängig von Region, Verkaufsaktion und Zeitpunkt unterscheiden.

Für Einsteiger ist ein solches Paket besonders attraktiv, weil sich direkt nach dem Auspacken mit virtuellen Instrumenten und Sounds arbeiten lässt.

Erfahrene Produzenten sollten dagegen vor allem darauf achten, ob die enthaltenen Instrumente den eigenen Bedarf ergänzen oder bereits vorhandene Software lediglich doppeln.

Preis und Verfügbarkeit

Der AKAI MPK Mini Plus II ist seit Oktober 2026 im Handel erhältlich. Als europäischer Richtpreis werden rund 159,99 Euro genannt; einzelne Händler können davon abweichen.

Vor dem Kauf lohnt sich ein Vergleich mit dem ursprünglichen MPK Mini Plus*. Der Vorgänger könnte für Musiker weiterhin interessant sein, wenn dessen spezifische Funktionen besser zum eigenen Setup passen oder ein günstigeres Angebot verfügbar ist.

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Fazit: Lohnt sich der AKAI MPK Mini Plus II?

Der neue MPK Mini Plus II wirkt wie eine konsequente Weiterentwicklung für Produzenten, die einen kompakten Controller mit moderner Software-Integration suchen.

Das Farbdisplay, die druckempfindlichen Pads, die erweiterten Arpeggiator-Funktionen und die direkte MPC-Steuerung sind sinnvolle Neuerungen. Besonders wer viel mit Software-Instrumenten arbeitet und bereits im AKAI-Ökosystem unterwegs ist, dürfte von der stärkeren Integration profitieren.

Weniger eindeutig ist die Situation für Musiker, die den Vorgänger vor allem wegen seiner eigenständigen Sequencing-Funktionen und der flexiblen Hardware-Anbindung gewählt haben. Hier kommt es darauf an, welche Funktionen im neuen Modell tatsächlich verfügbar sind und wie gut sie zum eigenen Workflow passen.

Mein Fazit: Der AKAI MPK Mini Plus II ist mehr als eine kosmetische Überarbeitung. Er entwickelt sich in Richtung eines umfassenderen Produktions-Controllers. Ob er damit auch der bessere Nachfolger ist, entscheidet sich aber nicht an der Anzahl neuer Funktionen, sondern daran, ob AKAI die besonderen Stärken des Vorgängers bewahrt.

Wer vor allem DAWs, Plugins und MPC-Systeme steuern möchte, sollte den neuen Controller genauer ansehen. Wer dagegen einen möglichst eigenständigen Hardware-Workflow bevorzugt, sollte vor dem Kauf besonders die Sequencer-Funktionen und Anschlüsse vergleichen.

Technische Daten im Überblick

  • Modell: AKAI Professional MPK Mini Plus II
  • Tastatur: 37 anschlagdynamische Minitasten
  • Pads: 8 RGB-Pads mit Anschlagdynamik und Druckempfindlichkeit
  • Bedienung: 8 frei zuweisbare Endlosregler, Push-Encoder, Farbdisplay
  • Kreativfunktionen: Erweiterter Arpeggiator, Akkordfunktionen, Note Repeat sowie Glitch, Mutate, Strum, Freeze und Follow
  • Anschlüsse: USB-C, MIDI Out, CV/Gate für Pitch, Gate und Modulation, Sustain-Pedal-Eingang
  • Software-Integration: MPC Standalone, MPC Desktop, gängige DAWs und NKS-kompatible Software
  • Gewicht: ca. 1,46 kg
  • Preisorientierung: rund 159,99 Euro

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