Softube Flow Studio öffnet sich für Fremd-Plugins: Jetzt wird dein Studio zum Hardware-Spielplatz!

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Softube macht einen großen Schritt und öffnet Flow Studio endlich für Plugins anderer Hersteller. Mit dem neuesten Update lassen sich zahlreiche VST3-Effekte von Drittanbietern in die Flow Mixing Suite integrieren und direkt über die Regler der Flow-Studio-Hardware steuern. Damit wird der kompakte Controller für deutlich mehr Produzenten interessant, die ihre bevorzugten Mixing- und Mastering-Tools nicht länger ausschließlich mit der Maus bedienen möchten. Dazu kommen neue Funktionen wie Lock Track, ein überarbeiteter Flow Control Editor und weitere Flow-Pakete. Für mich ist das eine der wichtigsten Erweiterungen des bisherigen Flow-Konzepts.

Softube Flow Studio: Fremd-Plugins übernehmen jetzt die Hardware-Steuerung

Bislang war das Flow-Konzept von Softube vor allem auf die hauseigenen Plugins und Effekte ausgerichtet. Das hatte durchaus Vorteile, denn die Integration zwischen Software und Hardware ist eine der großen Stärken des Systems. Allerdings gab es auch eine Einschränkung: Wer überwiegend mit Plugins anderer Hersteller arbeitet, konnte das Potenzial der Hardware nicht vollständig ausschöpfen.

Genau hier setzt das neue Update an. Softube erweitert die Flow Mixing Suite um die Unterstützung von Plugins anderer Hersteller. Nach der Aktualisierung müsst ihr lediglich euren VST3-Plugin-Ordner scannen lassen. Anschließend können kompatible Plugins in die Flow-Umgebung eingebunden und über die Hardware gesteuert werden.

Das ist eine wirklich interessante Entwicklung. Denn viele Produzenten haben über Jahre ihre ganz persönliche Plugin-Sammlung aufgebaut. FabFilter für den Equalizer, Plugin Alliance für Kompressoren, Neural DSP für Gitarrenbearbeitung oder oeksound für spezielle Mixing-Aufgaben: Warum sollte man diese Werkzeuge nicht genauso komfortabel mit echten Reglern bedienen können wie die Effekte von Softube?

Besonders praktisch ist das flexible Mapping. Die Parameter der eingebundenen Plugins lassen sich den Hardware-Reglern zuweisen. Die entsprechenden Einstellungen können anschließend als Presets gespeichert und sogar mit anderen Anwendern geteilt werden.

Damit wird Flow Studio zunehmend zu einer zentralen Steueroberfläche für unterschiedliche Plugins und nicht mehr nur zu einer Hardware-Erweiterung für Softubes eigene Effektwelt.

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FabFilter, Plugin Alliance und Neural DSP: Diese Hersteller sind bereits dabei

Zum Start unterstützt Softube bereits eine Reihe bekannter Plugin-Hersteller. Dazu gehören unter anderem XLN Audio, Safari Audio, Plugin Alliance, FabFilter, oeksound und Neural DSP.

Gerade diese Auswahl dürfte viele Produzenten freuen. Schließlich gehören die genannten Hersteller in unterschiedlichen Bereichen der Musikproduktion zu etablierten Namen.

Wer beispielsweise mit FabFilter Pro-Q arbeitet, kann die Bedienung bestimmter Parameter künftig auf die Flow-Hardware legen. Auch Kompressoren, Gitarreneffekte und andere VST3-Werkzeuge lassen sich damit stärker in den haptischen Workflow integrieren.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Nicht jedes installierte VST3-Plugin ist automatisch vollständig kompatibel. Softube bietet deshalb zusätzlich einen Beta-Modus an, mit dem sich weitere Plugins vom eigenen Rechner scannen und ausprobieren lassen.

Das ist sinnvoll, denn die Plugin-Welt ist ausgesprochen vielfältig. Hersteller verwenden unterschiedliche Parameterstrukturen und Bedienkonzepte. Eine universelle Hardware-Steuerung muss deshalb mit vielen verschiedenen Plugin-Architekturen zurechtkommen.

Ich bin gespannt, wie schnell die Liste offiziell unterstützter Plugins wachsen wird. Gerade bei einer solchen Funktion entscheidet letztlich die Kompatibilität darüber, wie attraktiv das gesamte System für unterschiedliche Studios wird.

Eigene Regler-Zuweisungen: Schluss mit der Mausbedienung beim Mixing?

Die eigentliche Stärke der neuen Integration liegt für mich in der direkten Bedienung über die Hardware. Denn ein Plugin auf dem Bildschirm zu öffnen und anschließend mit der Maus einzelne Parameter zu verändern, ist nicht immer der angenehmste Weg.

Gerade beim Mixing kann die haptische Kontrolle einen großen Unterschied machen. Einen Kompressor mit echten Reglern einzustellen, während man das Audiosignal hört, fühlt sich für viele Produzenten unmittelbarer an als das ständige Klicken auf kleine Bedienelemente.

Mit dem neuen Mapping lassen sich die gewünschten Parameter auf die Regler des Flow Studio legen. So kann beispielsweise ein individuelles Bedienkonzept für einen Equalizer, einen Kompressor oder einen Sättigungseffekt entstehen.

Besonders interessant ist die Möglichkeit, diese Zuweisungen als Presets zu speichern. Wer einmal eine passende Steuerung für sein Lieblings-Plugin erstellt hat, muss diese nicht bei jedem neuen Projekt erneut konfigurieren. Außerdem lassen sich die Einstellungen mit anderen Anwendern teilen.

Das eröffnet auch für Studios mit mehreren Produzenten interessante Möglichkeiten. Unterschiedliche Musiker können ihre bevorzugten Steuerungsoberflächen erstellen und austauschen.

Lock Track: Mehrere Tracks effizienter bearbeiten

Neben der Fremd-Plugin-Unterstützung bringt das Update auch eine neue Funktion namens Lock Track. Sie soll den Workflow verbessern, wenn mehrere Spuren mit unterschiedlichen Softube-Controllern bearbeitet werden.

Dabei übernimmt Flow Studio weiterhin das Metering und die Steuerung der Bearbeitung, während mit Console 1 Channel, Compact und/oder Fader andere Tracks bearbeitet werden können.

Das klingt zunächst nach einer kleinen Ergänzung, kann im Alltag aber durchaus hilfreich sein. Gerade bei umfangreichen Mixing-Projekten wechseln Produzenten ständig zwischen verschiedenen Spuren, Instrumentengruppen und Bearbeitungsschritten.

Wenn die Hardware dabei stärker auf unterschiedliche Aufgaben verteilt werden kann, entsteht ein übersichtlicherer Workflow. Man muss weniger zwischen verschiedenen Bedienebenen wechseln und kann sich stärker auf das eigentliche Mixing konzentrieren.

Die Kombination aus Flow Studio und den Console-1-Systemen wird dadurch noch interessanter, weil beide Konzepte stärker ineinandergreifen.

Flow Control Editor: Mehr Übersicht bei der Hardware-Steuerung

Auch der Flow Control Editor wurde erweitert. Damit lassen sich Flow Controls direkt bearbeiten und sortieren.

Das ist besonders wichtig, wenn immer mehr Fremd-Plugins in das System integriert werden. Denn mit jeder zusätzlichen Erweiterung steigt auch die Zahl der verfügbaren Parameter und Steuerungsmöglichkeiten.

Eine übersichtliche Organisation wird deshalb zunehmend wichtiger. Niemand möchte sich beim Mixing erst durch eine unübersichtliche Sammlung von Regler-Zuweisungen arbeiten müssen, um den gewünschten Parameter zu finden.

Der überarbeitete Editor soll genau hier helfen und die Verwaltung der eigenen Steuerungselemente vereinfachen.

Zusätzlich integriert Softube neue Flows für die Plugins Limit Go sowie die Equalizer Reference 1956 und Reference 1998. Auch ein neues Flow Pack der schwedischen Gruppe Red Cell gehört zu den Erweiterungen.

Damit wächst das Angebot an direkt nutzbaren Steuerungskonzepten weiter.

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Auch das Softube Console 1 Mixing System bekommt wichtige Neuerungen

Nicht nur Flow Studio profitiert vom Update. Auch das Console 1 Mixing System erhält interessante Erweiterungen.

Besonders erwähnenswert ist die neue Unterstützung für virtuelle MIDI-Steuerung. Dadurch können jetzt auch ältere Generationen der Console-1-Channel- und Fader-Hardware vollständig in die DAW eingebunden werden.

Bislang war diese Möglichkeit neueren Generationen wie Channel MK III und Fader MK III vorbehalten. Die Erweiterung ist deshalb eine erfreuliche Nachricht für Anwender, die ihre vorhandene Hardware weiterhin nutzen möchten.

Darüber hinaus unterstützt das System jetzt zusätzliche Plugins, darunter FabFilter Pro-C 3 sowie die UADx-Varianten 610-A und 610A-B.

Damit zeigt Softube, dass der Hersteller nicht nur neue Hardware-Funktionen entwickelt, sondern auch bestehende Systeme durch Software-Updates länger attraktiv halten möchte.

Gerade bei vergleichsweise kostspieliger Studio-Hardware ist das ein wichtiger Punkt. Schließlich möchte niemand nach wenigen Jahren das Gefühl haben, dass ein eigentlich noch hervorragend funktionierender Controller technisch zum alten Eisen gehört.

Softube Flow Studio: Warum das Update für den Workflow so wichtig ist

Ich halte die Öffnung für Fremd-Plugins für einen entscheidenden Schritt in der Weiterentwicklung von Flow Studio. Die bisherige Integration der hauseigenen Softube-Effekte war zwar interessant, aber viele Produzenten arbeiten nun einmal mit einer Mischung aus unterschiedlichen Plugin-Herstellern.

Genau diese Vielfalt macht die Musikproduktion heute aus. Ein Produzent verwendet vielleicht FabFilter für die Klangbearbeitung, Plugin Alliance für die Dynamik, Neural DSP für Gitarrensounds und Softube für die analoge Klangfärbung.

Wenn all diese Werkzeuge über eine gemeinsame Hardware-Oberfläche bedient werden können, entsteht ein deutlich flexibleres System.

Natürlich muss sich erst noch zeigen, wie zuverlässig die Integration mit unterschiedlichen Plugins funktioniert. Auch die Qualität der Parameter-Zuweisungen ist entscheidend. Nicht jedes Plugin lässt sich automatisch sinnvoll auf eine begrenzte Anzahl von Hardware-Reglern übertragen.

Trotzdem ist die Richtung eindeutig. Softube bewegt sich weg von einem stärker geschlossenen Ökosystem und macht Flow Studio für eine größere Auswahl an Produktionswerkzeugen interessant.

Besonders gut gefällt mir, dass die neuen Möglichkeiten nicht nur auf eine reine Fernsteuerung beschränkt sind. Durch speicherbare Mappings und den Austausch eigener Presets kann sich eine ganz eigene Community rund um die Hardware entwickeln.

Fazit: Softube Flow Studio wird endlich zur offenen Hardware-Zentrale für deine Plugins

Mit der Unterstützung von Drittanbieter-Plugins bekommt Softube Flow Studio eine Funktion, die ich mir für dieses Konzept schon länger gewünscht hätte. Denn ein Hardware-Controller wird erst dann richtig interessant, wenn er nicht nur mit den Effekten eines einzelnen Herstellers funktioniert, sondern sich möglichst flexibel in den eigenen Produktionsalltag integrieren lässt.

Genau das ermöglicht das neue Update. FabFilter, Plugin Alliance, Neural DSP, XLN Audio und weitere Hersteller sind bereits dabei. Dazu kommen individuell konfigurierbare Regler-Zuweisungen, speicherbare Presets und Verbesserungen beim Zusammenspiel mit den Console-1-Systemen.

Natürlich wird die tatsächliche Alltagstauglichkeit davon abhängen, wie viele Plugins zuverlässig unterstützt werden und wie komfortabel sich deren Parameter zuweisen lassen. Aber Softube macht mit diesem Schritt einen wichtigen Teil seines Ökosystems deutlich offener.

Für mich ist das mehr als ein gewöhnliches Software-Update. Flow Studio entwickelt sich damit von einer spezialisierten Steueroberfläche für Softube-Plugins zu einem vielseitigeren Werkzeug für das gesamte Studio. Wenn der Hersteller die Kompatibilität konsequent ausbaut, könnte das kleine System für viele Produzenten noch einmal deutlich attraktiver werden.

Mehr:

Softube Console 1 Compact im Test von Tonstudio-Wissen.de

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