AKAI Professional veröffentlicht MPC 3.10 und erweitert die Produktionsmöglichkeiten seiner MPC-Systeme. Das Update bringt Verbesserungen für den Standalone-Betrieb, neue Performance-Funktionen für kompatible MPC-Modelle und die finale Version der MPC 3 Desktop-Software. Besonders interessant sind der neue 8×8-Pad-Modus, erweiterte Arrangierwerkzeuge und die Integration von AAX für Pro Tools.
Mit MPC 3.10 entwickelt AKAI das MPC-Ökosystem weiter und verbindet die hardwarebasierte Musikproduktion noch enger mit dem Workflow am Computer.
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MPC 3 Desktop verlässt die Beta-Phase
Eine der wichtigsten Neuerungen ist die offizielle Veröffentlichung von MPC 3 Desktop. Die Software war zuvor als öffentliche Beta verfügbar und steht mit Version 3.10 nun als reguläre Version bereit.
MPC 3 Desktop ermöglicht es, den typischen MPC-Workflow direkt am Computer zu nutzen. Projekte können innerhalb der Software erstellt und arrangiert werden, während sich die Anwendung auch in bestehende DAW-Umgebungen integrieren lässt.
Neu ist insbesondere die Unterstützung des AAX-Formats. Damit kann MPC 3 Desktop auch in Avid Pro Tools als Plugin verwendet werden. Zusätzlich werden die Formate VST3 und Audio Units unterstützt.
Für Produzenten, die ihre Beats zunächst auf einer MPC erstellen und anschließend in einer DAW weiterbearbeiten, wird der Workflow dadurch flexibler. Die MPC-Umgebung lässt sich stärker in bestehende Produktions- und Mixing-Setups integrieren.
Neuer 8×8-Pad-Modus für MPC Live III und MPC XL
Besonders spannend ist der neue 8×8-Modus für die MPC Live III und MPC XL. Die Geräte verfügen über MPCe-Pads, deren berührungsempfindliche Flächen in mehrere Bereiche unterteilt werden können.
Mit MPC 3.10 lassen sich diese Bereiche für ein virtuelles Raster mit 64 spielbaren Zonen nutzen. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für Drum-Programmierung, melodisches Spielen und Live-Performances.
Bei Drum-Tracks können vier Pad-Bänke gleichzeitig über die 16 physischen Pads angesprochen werden. Das erleichtert den Zugriff auf umfangreiche Drum-Sets, ohne ständig zwischen einzelnen Bänken wechseln zu müssen.
Bei melodischen Tracks lässt sich das Raster im Pad-Perform-Modus nutzen. Noten können horizontal über die 8×8-Anordnung gespielt werden, wodurch sich ein Spielgefühl ergibt, das an Grid-Controller erinnert.
Auch das Starten von Clips wird unterstützt. Bis zu 64 Clips lassen sich über das Pad-Raster ansprechen, was insbesondere für Live-Sets und performative Arrangements interessant ist.
Arrangiermodus mit erweiterten Auswahlmöglichkeiten
Auch der Arrange Mode wurde verbessert. MPC 3.10 führt drei Auswahlmodi ein, mit denen sich unterschiedliche Bereiche eines Arrangements gezielter bearbeiten lassen.
- MRQ – Marquee: Ermöglicht die freie Auswahl von Bereichen über einen oder mehrere Tracks hinweg.
- TRK – Track: Beschränkt die Auswahl auf einen einzelnen Track.
- ARR – Arrangement: Ermöglicht die Auswahl des gesamten Arrangements.
Diese Funktionen erleichtern das Bearbeiten größerer Projekte. Gerade bei komplexen Produktionen mit mehreren Instrumenten, Audio-Tracks und unterschiedlichen Songteilen kann eine gezieltere Auswahl Zeit sparen.
Zusätzlich lässt sich der Loop-Bereich in der Arrangement-Ansicht direkt über die Hardware steuern. Dadurch wird der Zugriff auf bestimmte Songabschnitte komfortabler, ohne dass dafür ständig zwischen verschiedenen Ansichten gewechselt werden muss.
Neue Controller-Integration für die MPK-Serie
Mit Version 3.10 erweitert AKAI außerdem die Integration seiner MIDI-Keyboards. Die Modelle MPK Mini IV und MPK Mini Plus II werden nun sowohl im Standalone-Kontext als auch mit MPC 3 Desktop unterstützt.
Das erleichtert die Kombination aus MPC-System und externem Keyboard. Je nach Setup können Produzenten damit Melodien, Akkorde und Basslines über ein separates Tasteninstrument einspielen und den restlichen Produktionsworkflow innerhalb der MPC-Umgebung erledigen.
Für kleinere Heimstudios und mobile Setups ist das eine praktische Erweiterung, weil sich die MPC-Umgebung dadurch besser an unterschiedliche Arbeitsweisen anpassen lässt.
Verbesserungen für AKAI Force
Nicht nur MPC-Nutzer profitieren vom Update. Auch die AKAI Force erhält mehrere Verbesserungen.
Dazu gehören die Unterstützung von Tonleitern im 16 Levels-Modus, eine Rückmeldung für Arp Latch sowie zusätzliche Abkürzungen zur Konfiguration der Pad-Modi.
Die neuen Funktionen erleichtern den Zugriff auf musikalische Parameter und verbessern den Workflow bei der Performance. Gerade für Anwender, die ihre Force als zentrale Produktions- und Performance-Einheit einsetzen, sind diese Anpassungen interessant.
Weitere Workflow-Verbesserungen und Fehlerkorrekturen
Neben den sichtbaren Neuerungen enthält MPC 3.10 zahlreiche Verbesserungen im Hintergrund. AKAI nennt unter anderem Optimierungen für die Loop-Bearbeitung, die Plugin-Auswahl, die Anzeige von CV-Ports und die Erkennung von Expansions.
Darüber hinaus wurden Stabilität und Performance bei Wiedergabe, Aufnahme und Bearbeitung verbessert. Auch Probleme mit MIDI-Routing, Synchronisation und der Kompatibilität verschiedener Plugins wurden adressiert.
Solche Änderungen sind zwar weniger spektakulär als neue Performance-Modi, können im täglichen Einsatz aber entscheidend sein – insbesondere bei größeren Projekten und komplexen Studio-Setups.
MPC 3.10: Welche Nutzer profitieren besonders?
Das Update bietet für verschiedene Anwendergruppen unterschiedliche Vorteile.
MPC Live III und MPC XL: Der 8×8-Pad-Modus erweitert die Möglichkeiten für Drum-Programmierung, melodisches Spielen und Clip-Launching.
MPC-Produzenten im Studio: Die verbesserten Arrangierwerkzeuge erleichtern die Bearbeitung komplexer Projekte.
DAW-Anwender: MPC 3 Desktop ermöglicht mit AAX-, VST3- und AU-Unterstützung eine flexiblere Integration in bestehende Produktionsumgebungen.
AKAI Force-Nutzer: Zusätzliche Funktionen für den 16 Levels-Modus und die Pad-Konfiguration verbessern den Workflow.
Fazit: Mehr Flexibilität für Hardware und Desktop
Mit MPC 3.10 setzt AKAI Professional die Weiterentwicklung seines MPC-Ökosystems fort. Der neue 8×8-Pad-Modus erweitert die Performance-Möglichkeiten kompatibler Hardware, während der überarbeitete Arrange Mode die Bearbeitung größerer Projekte erleichtert.
Besonders wichtig ist außerdem die offizielle Veröffentlichung von MPC 3 Desktop mit AAX-Unterstützung. Damit wird die Verbindung zwischen dem eigenständigen MPC-Workflow und professionellen DAW-Umgebungen weiter ausgebaut.
Für bestehende MPC-Nutzer lohnt sich ein Blick auf die Neuerungen vor allem dann, wenn sie ihre Hardware intensiver für Live-Performances einsetzen oder ihre Projekte stärker in eine Desktop-Produktion integrieren möchten.
Verfügbarkeit: Das MPC-Standalone-Update 3.10 ist für kompatible Geräte kostenlos verfügbar. MPC 3 Desktop ist ebenfalls erhältlich; die verfügbaren Lizenzoptionen hängen von der jeweiligen Berechtigung und dem verwendeten Softwarepaket ab.
Weitere Informationen und Downloads gibt es auf der offiziellen Website von AKAI Professional:
AKAI Professional – MPC 3.10 Standalone
AKAI Professional – MPC 3 Desktop
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