Mastering-Hardware

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Neben präzisen Studiomonitore, auch Studio-Lautsprecher oder Studioboxen genannt, und einer sehr guten Raumakustik wird für die bestmögliche Bearbeitung beim Mastering entsprechend hochwertiges Werkzeug benötigt. Daher besitzen Mastering-Ingenieure sehr teure Hardware-Geräte. Sicherlich wird heutzutage auch im Bereich Mastering immer mehr mit Plugins (Software) gearbeitet. Trotzdem besitzen vor allem Mastering-Ingenieure Hardware-Geräte, da diese im direkten Vergleich grundsätzlich noch ein paar Prozent besser klingen als das dazugehörige Plugin. Außerdem haben wir bei einer Hardware noch das haptische Gefühl, das eine Maus nicht ersetzen kann. Welche Hardware ist aber die beste für dein Mastering-Studio?

Im Folgenden werden ein paar Empfehlungen aufgezeigt. Diese Liste beruht auf der Meinung erfahrener Mastering-Ingenieure und den verschiedenen Tests in Fachmagazinen.

1 Wandler

Prinzipiell wird ein Digital-Analog-Wandler benötigt, um ein digitales Signal zu einem analogen Gerät zu bringen, z.B. bei einem MP3-Player, der die digitale Musik an die analogen Kopfhörer weitergibt. Ohne einen Wandler wäre die Ausgabe über einen herkömmlichen 3,5 mm Kopfhöreranschluss (analog) nicht möglich. Das Gleiche gilt für den umgekehrten Fall (von Analog zu Digital). Ist der Wandler schlecht, kann die Klangqualität stark leiden. Das wollen wir beim Mastering unbedingt vermeiden!

1.1 Benchmark DAC3

Dieser Wandler ist ein Zwei-Kanal Digital/Analog-Konverter mit 192 kHz und 24 Bit. Der DAC3 bietet besonders gute Messwerte und klingt sehr transparent.

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1.2 Crane Song HEDD Quantum

Crane Song HEDD Quantum ist ein exzellenter AD/-DA-Wandler (Analog zu Digital und umgekehrt). Dieser hat sogar eine Tapesound-Emulation integriert. Außerdem emuliert er Trioden- und Pentodenverzerrungen, um den Sound mehr Griffigkeit zu verleihen.

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1.3 Crane Song Solaris

Ein unglaublich transparenter D-/A-Wandler mit einer übersichtlichen und hochwertigen Front. Der Crane Song Solaris besitzt ein farbiges Display, das den aktuellen Eingang, die Sample-Rate anzeigt, den Ausgangspegel für den Main Out und den Kopfhörer-Ausgang sowie eine Level-Meter anzeigt. Er ist die Referenzklasse unter den D-/A-Wandler!

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2 Monitor-Controller

Ein Monitor-Controller kann die Tonqualität der Quelle nicht verbessern, aber das Monitoring-Signal kann beeinträchtigt werden. Daher ist auch ein sehr guter Monitor-Controller für ein Mastering-Ingenieur wichtig.

Ein Monitor-Controller sollte einen Lautstärkeregler haben, der mit markierten Referenzpositionen arbeitet, sodass mit einem bekannten, korrekt kalibrierten Hörpegel gearbeitet werden kann. Die verschiedenen Ausgänge und Eingänge sollten ebenfalls Pegelanpassungen haben, damit die Lautstärkepegel für verschiedene Quellen und Ziele angepasst werden kann. Dim- und Cut-Funktionen zum Dämpfen, Mono oder Stummschalten der Ausgabe sind ebenfalls grundlegende praktische Anforderungen.

Außerdem ist eine wichtige Funktion die Summe in Mono abhören zu können, da so Phasenprobleme überprüft werden können. Zudem ist es sehr nützlich, wenn einzelne Lautsprecher stumm oder auf solo geschaltet werden können, um einige Stereoprobleme zu identifizieren.

2.1 Dangerous Monitor

Der Monitor-Controller Dangerous Monitor ist für einen sauberen Klang entwickelt worden. Er besitzt umfangreiche Funktionen, wie das analoge und digitale Umschalten. Die Lautstärke ist in festen 0,5-Schritten veränderbar. Wie wir im Artikel Abhörlautstärke – Die richtige / optimale Lautstärke im Tonstudio gelernt haben, ist das sehr gut!

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2.2 Grace Design m905 black

Das Monitor-Controller Grace Design M905 hat eine sehr gute Verarbeitungsqualität und professionelle Audioqualität, die nur von wenigen anderen Herstellern erreicht wird. Er bietet ein großes Vollfarb-LCD Display mit Metering und vielen Detailanzeigen, wie z.B, Input, Level und Output, SPL. Die Lautstärke kann in 0.5-dB-Schritten sowohl für Lautsprecher als auch Kopfhörer erhöht oder abgesenkt werden. Für die hohe Qualität dieses Monitor-Controllers müssen einige Euros gezahlt werden.

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3 Analoge Kompressoren

3.1 Chandler LTD-2

Der Chandler LTD-2 ist ein handgefertigter Kompressor, der warm und süßlich klingt. In ihm sind erstklassige Verstärker und Übertrager verbaut.

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3.2 Crane Song STC8

Der Crane Song STC8 ist ein hochwertiger analoger Stereo-Kompressor, der zudem einen Peak-Limiter integriert hat. Die Attack- und Release-Zeiten des STC8 sind relativ weich und für das Mastering optimiert. Die zuschaltbare Enhancement-Schaltung erzeugt wahlweise harmonische Verzerrungen.

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3.3 Manley Variable MU Compressor/Limiter

Der Variable MU Compressor/Limiter kann den gewünschten Druck und die Fülle einem Song geben. Genau den Druck und die Fülle, die die heutige Musik benötigt. Dieser Kompressor/Limiter stellt einen guten Ersatz zum legendären Fairchild dar, den es heutzutage nicht mehr als Hardware zu kaufen gibt. Mit „MU“ ist übrigens der Gain einer Röhre gemeint. Die Verzerrung kann mit der Eingang und Ausgangsverstärkung geregelt werden.

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Weiss DS1-MK2

Der DS1-MK2 Dynamikprozessor bietet Abwärts-Kompression, Aufwärts-Expansion und parallele Kompression. Das Besondere: Die verschiedenen Arten können breitbandig oder auf ein spezifisches Band ausgerichtet sein. Auch als De-Esser ist dieser Kompressor hervorragend geeignet (Absenken der S-Laute eines Sängers). Der Weiss DS1-MK2 ist bekannt für seine transparente Kompression. Er ist schon etwas älter, aber immer noch ungeschlagen.

4 Analoger Equalizer Manley Massive Passive

Der Manley Massive Passive ist ein Röhren-Equalizer. Er arbeitet leise und sauber. Er besitzt einen passiven Equalizer gefolgt von einem sauberen Röhrenverstärker mit hohem Gain (Verstärkung). Er bringt genau den richtigen Anteil an Röhrenverzerrung ein und behält trotzdem Klarheit und Sauberkeit bei.

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Fazit: Die Mastering-Hardware sollte sehr hochwertig sein

Die in diesem Artikel aufgeführten Produkte sind alle sehr gut für das Mastering geeignet. Ein Mastering-Ingenieur sollte immer bestrebt sein, das bestmögliche aus der Musik herauszuholen. Um dies zu erreichen, benötigt er die beste Hardware, die der Markt zu bieten hat. Das hat – wie ihr seht – auch seinen Preis.

Eine Alternative ist es, hochwertige Plugins zu nutzen. Der Nachteil an Plugins ist, dass wir kein haptisches Gefühl beim Verstellen der Regler haben, die meisten Plugins nicht ganz an die Klangqualität der Hardware herankommen und die schöne Optik im Mastering-Studio fehlt. Der große Vorteil ist jedoch, dass Plugins viel günstiger sind. Im nächsten Teil der Mastering-Anleitung werden euch empfehlenswerte Plugins für das Mastering aufgezeigt. Alle Artikel unter Mastering lernen sind strukturiert gegliedert, sodass ihr Schritt für Schritt euch das gesamte Wissen über das Mastering aneignen könnt.

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