Es gibt Synthesizer, die einfach gute Instrumente sind – und es gibt Synthesizer, die Musikgeschichte geschrieben haben. Der Roland JUPITER-8 gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Das 1981 vorgestellte Flaggschiff von Roland zählt bis heute zu den begehrtesten analogen Polysynthesizern überhaupt. Sein charakteristischer Sound aus kräftigen Oszillatoren, seidigen Pads, druckvollen Bässen und brillanten Leads hat den Klang der 80er entscheidend mitgeprägt und ist bis heute in unzähligen Produktionen zu hören.
Und genau hier wird es interessant: Ein originaler JUPITER-8 ist inzwischen ein echtes Sammlerstück. Je nach Zustand, Revision und Wartung werden gebrauchte Geräte auf dem Markt für 20.000 bis 25.000 Euro angeboten – aktuelle Angebote liegen beispielsweise bei rund 20.000 bis über 23.000 Euro. Es gibt zwar auch günstigere Exemplare und historische Verkaufsangebote unterhalb dieser Marke, für ein gut erhaltenes Gerät muss man heute aber mit einem hohen fünfstelligen Betrag rechnen.
Wer also schon immer einmal den Sound dieses Synthesizer-Klassikers in der eigenen DAW haben wollte, muss glücklicherweise nicht das Sparschwein für 20.000 Euro schlachten. Roland hat den JUPITER-8 mit seiner ACB-Technologie (Analog Circuit Behavior) als Software-Instrument nachgebildet. Dabei geht es nicht lediglich darum, die Oberfläche des Originals nachzubauen: Roland modelliert das Verhalten der analogen Schaltungen und ihrer einzelnen Komponenten, um die charakteristische Reaktion des Originals möglichst authentisch abzubilden. Roland selbst bezeichnet das Plugin als eine detailgetreue Nachbildung bis auf Schaltungsebene.
Warum ist der JUPITER-8 so legendär?
Der JUPITER-8 war Anfang der 80er Jahre Rolands großes Synthesizer-Statement. Acht Stimmen Polyphonie, zwei Oszillatoren pro Stimme, flexible Filter, Cross-Modulation, Oszillator-Sync und eine für die damalige Zeit enorme klangliche Vielseitigkeit machten ihn zu einem außergewöhnlich leistungsfähigen Instrument. Gleichzeitig besitzt er diese schwer zu beschreibende Mischung aus Wärme, Klarheit, Breite und Durchsetzungskraft, die viele Musiker bis heute mit klassischen analogen Roland-Synthesizern verbinden.
Besonders berühmt wurde der JUPITER-8 für seine großen Pads und Strings, druckvollen Bässe, perkussiven Sequenzen und ausdrucksstarken Leads. Genau diese Vielseitigkeit ist einer der Gründe, warum der Synthesizer nicht nur ein Kultobjekt für Vintage-Fans geworden ist, sondern in ganz unterschiedlichen Musikstilen bis heute eine Rolle spielt.
Das Plugin bekommt den entscheidenden Vintage-Faktor
Besonders interessant ist die neuere Version des Roland-JUPITER-8-Plugins. Roland hat die Software deutlich modernisiert und unter anderem die Circuit-Mod-Funktion integriert. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein einfacher Vintage-Regler – tatsächlich steckt dahinter aber ein ziemlich cleveres Konzept.
Bei einem echten Vintage-Synthesizer sind die elektronischen Bauteile nach Jahrzehnten nicht mehr exakt dort, wo sie laut Spezifikation einmal sein sollten. Widerstände, Kondensatoren und andere analoge Komponenten verändern sich mit dem Alter und durch Temperatur. Techniker mussten deshalb bei alten Synthesizern regelmäßig interne Trim-Potis nachjustieren. Genau diese kleinen Abweichungen können allerdings dazu beitragen, dass ein altes Gerät seinen ganz eigenen Charakter entwickelt.
Rolands Circuit Mod (so ist dieser Drehregler am Plugin beschriftet) greift dieses Prinzip auf: Mit einem einzigen Makro-Regler lassen sich mehrere interne Parameter beziehungsweise virtuelle Trimmungen gleichzeitig verändern. Dadurch wird der Klang von einem eher sauberen und stabilen Zustand in Richtung eines unberechenbareren, gealterten und charaktervolleren Analogverhaltens bewegt. Das kann zu subtilen Veränderungen in Oszillatoren, Filtern und anderen Schaltungsbereichen führen – genau jene kleinen Ungenauigkeiten, die bei echter analoger Hardware zum individuellen „Sweet Spot“ eines Instruments beitragen können.
Zusätzlich bietet das Plugin mit Condition Control eine weitere Möglichkeit, den Zustand des virtuellen Instruments zwischen „clean and new“ und „warm and worn“ zu verändern. Damit lässt sich der gewünschte Vintage-Charakter noch gezielter einstellen.
Das ist letztlich einer der großen Vorteile gegenüber einem einfachen Sample-Instrument: Der JUPITER-8 wird nicht nur abgespielt, sondern verhält sich wie ein modellierter analoger Synthesizer.
Und jetzt kommt das Angebot bei Thomann
Der Roland Cloud JUPITER-8 ist auch bei Thomann erhältlich und derzeit im Angebot! Die Software-Version bietet bis zu acht Stimmen Polyphonie, die originalen JUPITER-8-Presets, einen erweiterten Arpeggiator, Effekte und natürlich die ACB-Modellierung. Sie läuft als VST2, VST3, AU und AAX und lässt sich damit problemlos in moderne DAW-Setups integrieren.
Roland JUPITER-8 bei Thomann anschauen.*
Der Preisunterschied zum Original ist dabei natürlich enorm: Statt eines gebrauchten Hardware-JUPITER-8 für teilweise 20.000 Euro und mehr bekommt man mit dem Plugin den charakteristischen Roland-Sound in einer modernen, speicherbaren und DAW-integrierten Version. Und gerade die neuen Funktionen wie Circuit Mod und Condition Control sorgen dafür, dass man nicht nur eine sterile Kopie des Klassikers bekommt, sondern gezielt diesen leicht unperfekten, lebendigen Vintage-Charakter erzeugen kann.
Der JUPITER-8 bleibt also auch über 40 Jahre nach seiner Veröffentlichung ein Synthesizer der Extraklasse. Nur dass man heute nicht mehr zwingend einen fünfstelligen Betrag ausgeben muss, um seinen legendären Sound im Studio zu erleben.
Wenn du übrigens an dem Jupiter-8-Plugin interessiert bist, ist bestimmt auch das Prophet-5-Plugin von GForce für dich hochinteressant. Eine starke Kombination, mit der du fantastische Songs produzieren kannst. Das Besondere an dieser Prophet-Emulation ist, dass er in Zusammenarbeit mit dem eigentlichen Hersteller Sequential entstanden ist. Auch hier hast du einen Vintage-Drehregler, wie bei der aktuellen Prophet-Hardware. Dieses Plugin ist die beste Prophet-Emulation auf dem Markt:
GForce Prophet 5 bei Thomann anschauen.*

























